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Aktiv in SH

05. Dezember 2016 | 11:32 Uhr

#aktivinsh : „Dialog der Formen“: Skulpturen und künstlerischer Schmuck

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Feine Kompositionen in der „Galerie 11“

Vernissage in der „Galerie 11“, und es war voller als sonst: Das lag nicht nur an den Skulpturen und Plastiken im Schauraum, viele Vertreter der regionalen und landesweiten Kulturszene waren gekommen, um Bildhauer Jörg Plickat und seine Frau Rotraut Fischer-Plickat mit ihrer Schau „Dialog der Formen“ zu erleben.

Im Interview mit Kunsthistorikerin Bettina Winkler-Marxen erzählte die Schmuckdesignerin von ihrer Sammlung Kieselsteine aus der ganzen Welt. Viele Exemplare finden sich in ihrem Schmuck wieder. Daneben verwendet sie beispielsweise Gold, aber auch diverse Fundstücke wie Kronkorken. Diesen fügt sie schlichte eigene Formen hinzu, sodass fein komponierte Schmuckstücke entstehen.

Ein großer Arbeitsbereich von Jörg Plickat ist die Kunst im öffentlichen Raum, seine großen Metallarbeiten stehen an Orten auf der ganzen Welt. Eindrucksvoll berichtete er von seinen Vorbereitungen zur Dithmarscher Stele in Itzehoe, die Achsen und Drehungen am Dithmarscher Platz bündele und weiterführe. Überraschende Einblicke gewährte Plickat in die Lehrsysteme in China und Spanien, wo er an Kunsthochschulen lehrt: „Im Frühjahr fahre ich nach Spanien, im Herbst geht es dann nach China.“ Eine seiner chinesischen Studentinnen habe gerade den zweitbesten Abschluss des Landes gemacht.

Plickat ließ sich in Kiel ausbilden. „Ich durcheilte aber nochmal die Kunstgeschichte ab Ägypten, um immer wieder neu der Figur auf die Spur zu kommen.“ So konnte er sein eigenes Vokabular entwickeln. „Die menschlichen Proportionen schleichen sich ja auch in meine abstrakten Entwürfe ein und bilden für mich das Grundgerüst“ – als Beispiel nannte er die „Dreaming Princess“ mitten im Ausstellungsraum.

Plickat verwendet Stein, Bronze, aber auch viel Stahl. Trotz der Abstraktion sind Einzelfiguren, Gruppen oder Paare zu erkennen. Ergänzt wird die Ausstellung von Zeichnungen und Grafiken. Der weltweite Erfolg gibt ihm Recht. „Und sobald ich Geld verdiene, baue ich wieder neue Kunstwerke!“
 

>„Dialog der Formen“ in der „Galerie 11“, Breitenburger Straße 1, bis 3. September. Öffnungszeiten: Do + Sa 10.30 bis 13 Uhr und Do + Fr 15 bis 18 Uhr.

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erstellt am 09.Aug.2016 | 05:00 Uhr

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