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Bootspflege : Leinen los - Die Wassersportsaison beginnt

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Allmählich neigt sich der Winter dem Ende zu – das Frühjahr möchte übernehmen. Somit steht auch die neue Boot-Saison bevor. Zeit, im Winterlager nach der eigenen Yacht zu schauen, und sie für diese Zeit herzurichten.

In wenigen Wochen können die ersten Boote wieder zu Wasser gelassen werden. Ein gründliche Frühjahrskur ist allerdings ratsam. Das A und O ist eine sorgfältige Reinigung, zuerst mit klarem Wasser, um groben Dreck und Sand zu entfernen. Anschließend kommt ein Reinigungsmittel zum Einsatz, etwa ein seifenhaltiges Produkt, das den meisten Schmutz und auch fettige Rückstände entfernt. Vorsicht mit säurehaltigen Mitteln: Sie lösen zwar Kalk (etwa im Bereich der Wasserlinie), können aber an Metallteilen korrosiv wirken. Auch der Einsatz von Bleich- und Lösungsmitteln für hartnäckige Flecken ist nicht unproblematisch. Eine Beratung durch den Fachhändler hilft bei der Auswahl des richtigen Bootsreinigers.

Besondere Beachtung verlangen Plexiglasflächen. Sie dürfen nur mit Produkten behandelt werden, die explizit für sie zugelassen sind. Andere können das Material spröde machen und ihre Nutzungsdauer herabsetzen. Viele Boote verfügen über eine so genannte Gelcoatschicht aus Polyesterharz und Farbpigmenten. Sie sollte in den ersten Jahren nicht mit abrasiven Stoffen (zum Beispiel Schleif- und Poliermittel) behandelt werden, um den Glanz so lange wie möglich zu erhalten. Besser sind konservierende Mittel, die die Materialoberfläche abdecken und schützen. Sie müssen regelmäßig auf die Oberfläche aufgetragen werden.

Zur Konservierung eignet sich zum Beispiel das klassische Hartwachs, das zusätzlich einen schützenden Film auf der Oberfläche bildet. Außerdem gibt es Produkte mit Teflonpartikeln, die Schmutz davon abhalten sollen, anzuhaften. Auch Silikonöle sind im Handel. Ratsam ist in jedem Fall eine gut hinterlüftete Persenning, die das Boot möglichst komplett abdeckt – das ist der beste Schutz für die Oberfläche.

Ist diese trotz aller Pflege nach einigen Jahren stumpf und blass geworden, kommen Polierpaste und eine neue Versiegelung zum Einsatz. Sollte jedoch die Gewebeschicht unter dem Gelcoat sichtbar sein, ist es Zeit für eine neue Lackierung.

Klarlack zum Schluss

Zur abschließenden Bootsbehandlung sollte ein transparenter Schlusslack großflächig aufgetragen werden. Sehr zu empfehlen ist, hier mehrere Lackschichten übereinander aufzutragen, deren Pigmentanteil nach außen hin abnimmt. So erzielt man ein langanhaltendes Ergebnis und der Glanzgrad bleibt auch bei einer späteren Politur ausgezeichnet erhalten.

Da im Klarlack keine Pigmente enthalten sind, ist er widerstandsfähiger und robuster als farbiger Lack. Er kann außerdem mehrfach abpoliert werden und muss erst erneuert werden, wenn die darunter liegenden Pigmente freigelegt sind. Ein abschließendes Lackieren bietet somit den optimalen Feinschliff, um mit seinem Boot vorbereitet in die Wassersportsaison zu starten.

<p>Halböl - also Leinölfirnis und Terpentinöl - dringt tief in die Holzporen und schützt das Holz vor Feuchtigkeit. </p>

Halböl - also Leinölfirnis und Terpentinöl - dringt tief in die Holzporen und schützt das Holz vor Feuchtigkeit.

Foto: Fotolia
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