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Ernährung & Gesundheit

06. Dezember 2016 | 17:11 Uhr

Stärkung der Abwehrkräfte : So machen Sie ihr Immunsystem fit für den Herbst

vom

Schnupfen, Husten, Kratzen im Hals: Tipps zur Vorbeugung und Hausmittel, die bei Erkältungen wirklich helfen.

Kiel | Die Nächte werden länger, die Tage werden kälter und das bunte Laub fällt von den Bäumen. Es wird Herbst. Im Bus wird gehustet und der Kollegen schnäuzt sich schon am Nachbartisch die Nase. Zum Start der kalten Jahreszeiten werden viele von einer Erkältung überrascht.

Um gesund zu bleiben, ist es wichtig seine Abwehrkräfte zu stärken. So kann das Immunsystem schneller mit Erkältungen fertig werden.

Wie kann man es am besten vermeiden, krank zu werden?

Sinnvoll ist es, sich in der kalten Jahreszeit sich warm zu halten. So sollte man für eine angenehme Umgebungs- und damit Körpertemperatur sorgen, sagt Jana Walther von der Techniker Krankenkasse. In der frischen Herbstluft kann zum Beispiel ein Schal oder Tuch vor dem Mund Schutz bieten. Man solle solche Textilien jedoch täglich wechseln, damit sich darauf keine schädlichen Erreger vermehren, so Jana Walther.

Damit sich Erkältungsviren sich gar nicht erst verbreiten können, rät Jana Walther zu sorgfältiger Hygiene. Das wichtigste, für Kinder und Erwachsene, ist hier das Händewäschen. Erkältungsviren sitzen zum Beispiel auf Türklinken und gelangen von dort auf die Hände. Wenn man sich dann die Augen reibt oder an die Nase fasst, beginnen sie dort an, sich zu vermehren. Deshalb sollte man sich regelmäßig gründlich die Hände waschen.

Es sollte außerdem auf ausreichend Luftfeuchtigkeit geachtet werden, damit die Nasenschleimhaut optimal funktionieren kann. Bei Kälte ist die Luft generell trockener und Heizungsluft verstärkt diesen Effekt noch. Abhilfe schaffen feuchte Tücher über der Heizung und regelmäßiges Lüften.

Beeinflusst Stress unsere Abwehr?

In stressigen Zeiten ist man besonders anfällig für Erkältungen und andere Krankheiten. Stress hat Einfluss auf die Arbeit verschiedener Immunzellen und stört somit die Immunabwehr.  Unterscheiden muss man hier zwischen Dauerstress und kurzem Stress:

Bei akutem Stress wird die unspezifische Abwehr gestärkt, die spezifische Abwehr aber kurzfristig zurückgefahren. Unser Körper bereitet sich also darauf vor, mögliche Wunden oder andere körperliche Schäden schnell zu beseitigen. Akute Stresssituationen sind heute meist nicht mehr mit Gefahren für Leib und Leben verbunden. Eher sind es Situationen, in denen wir uns kurzzeitig unter Druck fühlen, uns ärgern oder Angst haben. Bei Dauerstress leidet sowohl die spezifische, als auch die unspezifische Immunabwehr. Lang andauernder Stress beeinträchtigt das Immunsystem insgesamt.

Ausreichend Schlaf und Erholung sind sehr wichtig in der kühlen Jahreszeit. Stress und Allergien können zu einer Erkältung führen. Wer Nächte durchfeiert oder durcharbeitet, schwächt sein Immunsystem. Schlafen helfe dem Körper sich zu regenerieren, so Jana.

Wie kann die Ernährung die Abwehrkräfte unterstützen?

Gerade im Herbst und Winter sollten ausreichend Vitamine und Mineralstoffe auf dem Speiseplan stehen. Der Mineralstoff Magnesium ist besonders wichtig für unser Wohlbefinden und ist außerdem ein Schutzfaktor gegen Stress, rät die Techniker Krankenkasse. Außerdem sei er Aktivator vieler Enzyme, vor allem in Energiestoffwechsel. Vollkornprodukte, Michprodukte, Sojabohnen und Bananen sind zum Beispiel besonders reich an Magnesium.

Die besten Quellen für Vitamin C sind frisches Obst und Gemüse, wie Zitrusfrüchte, Paprika, Spinat und Tomaten. Karotten wirken zum Beispiel gegen chronische Müdigkeit, Anämie, Immunschwäche, Magengeschwüre und Darmprobleme, Kohl trägt zu einer guten Vitamin-C-Versorgung bei, und Zwiebeln sind reich an Vitamin A, B, C, enthalten Magnesium, Phosphat, Kalium, Schwefelverbindungen und essenzielles Öl, so berichtet Jana Walther.

Es ist außerdem wichtig viel zu trinken. Denn bei Fieber brauche der Körper auch bei drohender Erkältung viel Flüssigkeit, so Jana Walther. Geeignet seien zum Beispiel Kräutertees und Wasser. Eis ist ein wirkungsvolles Mittel gegen Halsschmerzen. Dafür sollten Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee dagegen gemieden werden.

Was gibt es für Hausmittel gegen eine Erkältung?

Wenn eine Erkältung Sie schon erwischt hat und Sie erschöpft im Bett liegen, gibt es einige Hausmittel die Ihnen helfen, wieder auf die Beine zu kommen.

Sehr wohltuend ist ein heißes Vollbad. Durch die Wärme wird unter anderem die Schleimhaut besser durchblutet und die Virenvermehrung gedrosselt, schreibt die Techniker Krankenkasse online. Entsprechende Erkältungsbäder, wie aus Heilpflanzen oder Menthol, verstärken den Effekt und befreien die Nase. Wichtig ist es, sich danach trocken und warm anzuziehen.

Gut für Nase, Hals und Rachen ist auch, mit Salzwasser zu inhalieren. Auch Nasentropfen und -spülungen reinigen die Schleimhäute und bekämpfen die Erkältungsviren. Kochsalz unterstützt nämlich die natürlichen Funktionen der Schleimhaut.

Ein weiteres altes Hausmittel sind warme Wickel aus Kartoffel, Schmalz oder Zwiebeln. Kartoffelwickel helfen zum Beispiel gegen Halsschmerzen. Dazu kochen Sie ungeschälte Kartoffeln, legen Sie sie noch heiß in ein Tuch und zerdrücken sie, rät die Techniker online. Mit einem Handtuch umwickelt am Besten eine halbe Stunde lang um den schmerzenden Hals legen - und schon werden die Schmerzen gelindert.

Wie viel Schutz bietet eine Grippeimpfung?

Im Allgemeinen ist die echte Grippe nicht so verbreitet wie andere Atemwegserkrankungen. Junge Menschen zum Beispiel haben das höchste Erkrankungsrisiko, und von ihnen werden nicht mehr als 10 bis 20 Prozent während einer Saison grippekrank. Für gesunde Erwachsene ist das Risiko, an einer Grippe zu erkranken, viel niedriger. Das ist unabhängig davon, ob sie geimpft sind oder nicht. Die Schutzimpfung kann das Risiko, eine Grippe zu bekommen, jedoch um mehr als die Hälfte senken. Dies kann in Jahren mit hohem Ansteckungsrisiko einen großen Unterschied bedeuten.

Am besten lässt man sich vor Beginn der Grippesaison impfen. Denn nach der Impfung dauert es ungefähr 14 Tage, bis der Körper genügend Antikörper produziert hat. Wer während der Grippesaison geschützt sein will, muss sich daher impfen lassen, bevor die ersten Grippefälle auftreten. Diese liegt in Europa meistens im Herbst. 

Wenn während einer Grippesaison schon viele Menschen gegen die umlaufenden Viren immun sind, erkranken auch weniger daran. In Jahren, in denen es zu einer Grippewelle kommt, kann die Impfung mit einem passenden Impfstoff viele Menschen vor einer Erkrankung schützen und so auch ernsthafte Komplikationen verhindern. Letzteres ist vor allem für Kleinkinder, geschwächte und ältere Menschen wichtig.

Um herauszufinden, ob sie für die kalte Jahreszeit richtig vorbereitet sind und keine Erkältung bevorsteht, können Sie auch hier online einen Erkältungstest der Techniker Krankenkasse machen.

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erstellt am 28.Okt.2016 | 20:17 Uhr

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