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Ernährung & Gesundheit

05. Dezember 2016 | 05:35 Uhr

Wer hätte das gedacht : Expertin: Gesundheit bei Männern häufig kein Thema

vom

Einerseits gehen Männer seltener zum Arzt als Frauen, andererseits riskieren sie öfter ihre Gesundheit. Soll sich das ändern, sind neben den Männern selbst auch Partner und Familie gefragt.

Männer achten weniger auf ihre Gesundheit als Frauen. «Studien zeigen: Männer essen fettreichere Lebensmittel, trinken mehr Alkohol und rauchen häufiger», erklärt Monika Köster von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

«Sie sind häufiger als Frauen von Unfallverletzungen betroffen und sie suchen mit Krankheitssymptomen oft vergleichsweise spät den Arzt auf.» Wie ungesund viele Männer leben, zeigt auch ein Bericht des Robert Koch Instituts: Knapp zwei Drittel der Männer in Deutschland (67 Prozent) sind demnach zum Beispiel übergewichtig. Bei den Frauen sind es nur 53 Prozent.

Dennoch fühlen sich Männer oft weniger anfällig für Krankheiten, erklärt Monika Köster. Für Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention seien sie schwer erreichbar. Ein Grund dafür: Gesundheit sei im Alltag von Männern häufig kein Thema. «Die traditionelle Männerrolle ist eher an Stärke, Macht und Konkurrenz gekoppelt und verhindert nach wie vor eher eine Fürsorglichkeit für den eigenen Körper», so Köster. Das begünstige auch die Bereitschaft, Risiken einzugehen.

Damit sich das ändert, sollten Familie oder Partner eine unterstützende Rolle übernehmen. «Eine offene Kommunikation untereinander ist hier sehr wichtig», erläutert die Referatsleiterin. «Zudem sollten sich Männer mit der Frage beschäftigen, was sie selbst für ihre Gesundheit tun können.» Gemeinsames Kochen oder ein aktives Wochenende zu zweit könnten zum Beispiel helfen, die Gesundheit zu fördern und Krankheiten vorzubeugen.

Weitere Tipps und Daten zur Männergesundheit hat die BZgA auf der Internetseite www.maennergesundheitsportal.de zusammengefasst.

Tipps für Männergesundheit

Gesundheitliche Lage der Männer in Deutschland (Robert Koch Institut)

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erstellt am 21.Nov.2016 | 11:35 Uhr

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