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Ernährung & Gesundheit

04. Dezember 2016 | 13:21 Uhr

Nervige Blutsauger : Das große Stechen: So entkommen Sie der Mückenplage

vom

Durch den vielen Regen werden Pfützen in diesem Sommer zum Paradies für Mücken. Wenn Ihnen die surrenden Plagegeister auch tierisch auf die Nerven gehen, sollten Sie unbedingt in Norddeutschland bleiben.

Vor allem in Süddeutschland klagen viele Einwohner dieses Jahr über eine gewaltige Mückenplage. Droht das große Stechen auch in Norddeutschland?

In Schleswig-Holstein und Hamburg wird man von den Plagegeistern noch verschont. „Wir haben festgestellt, dass es im Moment im Süden mehr Mücken gibt als im Norden. Besonders in den Hochwasser- und Überschwemmungsgebieten in Bayern sind sehr viele stechende Insekten“, sagt Dorothee Zielke vom Friedrich-Loeffler-Institut. Eine wissenschaftliche Karte, welche Regionen die Quälgeister in Deutschland besonders bevorzugen, gebe es allerdings nicht.

„In den Städten gibt es weniger Mücken als auf dem Land. Die Tiere mögen zum Beispiel keinen Wind und bevorzugen schattige, feuchte Wälder mit Tümpeln. Tagsüber sitzen sie dort in den Büschen und warten darauf, dass die Luftfeuchtigkeit bei Dämmerung steigt. Dann werden sie wieder aktiv", erklärt die Insektenforscherin.

<p>Weltweit gibt es mehr als 3500 Stechmückenarten.</p>

Weltweit gibt es mehr als 3500 Stechmückenarten.

shz.de beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Mücken-Mythen und Abwehrmethoden:

Warum werden manche Menschen häufiger gestochen als andere?

Mücken werden vor allem vom Körpergeruch des Menschen angezogen. Dabei ist ihnen egal, welches Geschlecht man hat. Sie fliegen am liebsten auf Parfum- oder Schweißgeruch. Weitere Faktoren, die die Plagegeister anziehen, sind das Kohlendioxid im Atem und Körperwärme. Wer sich körperlich anstrengt, ist also attraktiver für die Blutsauger

Da die Tiere nicht gut sehen können, meiden sie helles Licht. Es ist daher ein Mythos, dass man abends das Licht im Haus ausschalten sollte. Außerdem nimmt man an, dass die Plagegeister Menschen mit „fettem“ Blut bevorzugen. Sie pieksen ihren Saugrüssel daher vor allem in Menschen mit einem hohen Cholesterinspiegel.

Warum sticht die Mücke überhaupt?

Mithilfe ihres Rüssels können weibliche Stechmücken die menschliche Haut durchstechen und Blut saugen. Im Blut des Menschen sind wichtige Proteine und Eisen-Elemente, die die Hausmücke für die Produktion ihrer Eier braucht. Bis zu 200 Stück kann das Weibchen in ein stehendes Gewässer ablegen. Nach zweiwöchigem Larvenstadium schlüpft die nächste Generation.

Die Männchen saugen dagegen kein Blut. Ihre Stechborsten sind verkürzt. Ansonsten ernähren sich Mücken von zuckerhaltigen Pflanzen- oder Fruchsäften und Nektar.

Was hilft gegen Mücken?
  • Weite und helle Kleidung tragen
  • Insektenschutzmittel benutzen
  • Mückenschutzgitter anbringen
  • Von Tümpeln oder Weihern fernhalten
  • Körpergeruch vermeiden
  • Keine süßen Deos oder Parfum benutzen
  • UV-Lampe mit „Grill“ für die Steckdose
Was kann man tun, wenn man gestochen wird?

Wenn man von einer Mücke gestochen wird, sollte man auf keinen Fall kratzen. Die Stelle wird damit einer größeren Belastung ausgesetzt und die Heilung verlangsamt sich. Zudem nimmt der Juckreiz durch das Kratzen weiter zu. Diese Methoden sollen helfen:

  • Kühlen: Ein Eiswürfel auf dem Stich verschafft Linderung und der Juckreiz verschwindet.
  • Alte Hausmittel-Rezepte: Wirkungsvoll gegen die Entzündung ist die Verwendung von Honig oder Essig. Alternativ kann auch eine Kartoffel, Zitrone oder Zwiebel an den Mückenstich gehalten werden.
  • Wärmetherapie: Man kann zum Beispiel heißes Wasser auf einen Löffel laufen lassen und diesen an den Mückenstich halten.
  • Medikamente: Gegen gewöhnliche Mückenstiche kann ein Antihistaminikum-Gel helfen. Diese Medikamente arbeiten vorwiegend mit Kälte. Fenistil ist das bekannteste Mittel, welches gegen juckende Mückenstiche eingesetzt wird.
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erstellt am 05.Aug.2016 | 17:41 Uhr

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