zur Navigation springen

Beruf & Karriere

04. Dezember 2016 | 00:49 Uhr

Chancen auf dem Arbeitsmarkt : Schwerbehinderte finden nur schwer einen richtigen Job

vom

Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ergeben: Schwerbehinderte sind immer noch selten auf dem regulären Arbeitsmarkt vertreten - trotz der gesetzlich vorgeschriebenen Quote für die Beschäftigung von Schwerbehinderten.

Arbeitslose Schwerbehinderte finden weiterhin nurschwer einen neuen Job. Selbst wenn sie aus der Arbeitslosenstatistikgestrichen werden, liegt das nur selten an einem regulärenArbeitsvertrag: Nur gut 16 Prozent kommen am normalen Arbeitsmarktunter.

Vier weitere Prozentpunkte machen sich selbstständig odernehmen eine Beschäftigung am sogenannten zweiten Arbeitsmarkt auf,also etwa eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, wie ein Sprecher derBundesagentur für Arbeit (BA) erläuterte. Zuvor hatten dieZeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet, die sichauf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion berufen.

Demnach wechseln die meisten Schwerbehinderten, die aus derArbeitslosenstatistik gestrichen werden, nicht in einen Job, sondernwerden als arbeitsunfähig oder nichterwerbstätig registriert. Anderenehmen vorruhestandsähnliche Regelungen in Anspruch.

Ein Grund für die schlechten Werte: Viele Arbeitgeber erfüllen nachwie vor nicht die gesetzlich vorgeschriebene Quote für dieBeschäftigung von Schwerbehinderten. Eigentlich müssen Unternehmenmit mindestens 20 Arbeitnehmern fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mitSchwerbehinderten besetzen. Doch 2014 - dem letzten aktuellenBerichtsjahr - lag die Quote nach den Daten der Bundesagenturbundesweit nur bei 4,7 Prozent.

Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann forderte, dieBeschäftigungsquote auf sechs Prozent zu erhöhen. Zudem müsse dieAusgleichsabgabe angehoben werden, die von Arbeitgebern bezahltwerden muss, die die Quote nicht erfüllen.

zur Startseite

von
erstellt am 24.Okt.2016 | 13:19 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert