zur Navigation springen

Bauen & Wohnen

09. Dezember 2016 | 14:39 Uhr

Holzbohrer im Praxistest : Worauf es bei Kauf und Anwendung ankommt

vom

Präzise Löcher ins Holz bohren - mit der richtigen Technik kein Problem. Vorausgesetzt, die Qualität des Holzbohrers stimmt. Woran Handwerker gute Produkte erkennen und was sie bei der Anwendung des Werkzeugs beachten sollten.

Ins Holz ein Loch bohren, aber bitte ohne Ausriss. Damit Bohrungen sauber und präzise gelingen, kommt es auf ein gutes Werkzeug und die richtige Technik an. Ein Tipp: Die Spitze zunächst nur leicht aufsetzen.

«Und erst wenn der Bohrer die volle Drehzahl erreicht hat, langsam Druck erzeugen». Das rät Peter Baruschke, Redakteur der Zeitschrift «Selbst ist der Mann», die in der aktuellen Ausgabe (Oktober 2016) gemeinsam mit der Versuchs- und Prüfanstalt (VPA) 15 Holzbohrer-Sets getestet hat. Das Ergebnis: «Das große Feld der Bohrer mit Zentrierspitze hat gut abgeschnitten. Die Testsieger konnten auch mit geringer Drehzahl saubere Löcher ohne Ausriss ins Holz bohren», sagt Baruschke.

Gerade bei kleinen Löchern empfiehlt der Experte aber: «Den Bohrer auf volle Drehzahl stellen». Für Löcher mit drei Millimetern Durchmesser liegt die Geschwindigkeit beispielsweise idealerweise bei 4000 Umdrehungen pro Minute.

Wer viele Löcher hintereinander bohren will, sollte zwischendurch Pausen einlegen. «Damit der Bohrer abkühlen kann», erklärt Baruschke. Außerdem sei das Tragen einer Schutzbrille sinnvoll: «Damit Holzspäne oder kleine Splitter während des Bohrens nicht ins Auge fliegen.»

Sollte der Bohrer nicht mehr oder nur noch schwer vorankommen, ist unter Umständen die Wendel voll. Baruschke kennt für solche Situationen einen Trick: «Die Spitze bei laufendem Bohrer einfach wieder etwas aus dem Loch herausziehen.» Denn dann kann das Holzmehl an der Seite durch die Zentrifugalkraft herausfliegen. «Und die Wendel ist wieder frei.»

Wer einen guten Holzbohrer sucht, sollte beim Kauf genau hinschauen: «Zwar waren im Test teure Markenprodukte gut, der Preis allein muss aber nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal sein.» Viel wichtiger sei, dass die Wendel und die Spitze sauber geschliffen sind. Auf den ersten Blick nicht einfach zu erkennen. Grundsätzlich gilt: Wenn viel Platz in der Wendel ist, kann der Bohrer das Holzmehl leichter raus transportieren.

Insgesamt schnitten die getesteten Holzbohrer gut ab. Zu den Testsiegern gehören Hi-Perf Pro von Tivoly (Note 1,2), Akku-Top (Einzelbohrer) von KWB (Note 1,3), HSS Turbo von Heller (Note 1,6), sowie das Set 104 958 von Hawera (Note 1,7).

zur Startseite

von
erstellt am 19.Sep.2016 | 04:36 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert