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Bauen & Wohnen

25. August 2016 | 06:27 Uhr

Haustiere in Deutschland : Gefragt: Tierische Mitbewohner

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ob Katze, Hund oder Schildkröte: Einer aktuellen Studie zufolge leben in mehr als einem Drittel der deutschen Haushalte Tiere.

Rendsburg | Sara ist Martina Grubinskis „Ein und Alles“. Die Katze begrüßt sie, wenn sie nach einem anstrengenden Arbeitstag die Haustür aufschließt, sie kuschelt mit ihr auf dem Sofa, verbreitet Ruhe und Gemütlichkeit. Martina Grubinski aus Rendsburg ist eine von Millionen Katzenfans in Deutschland: In knapp 19 Prozent (das heißt rund 7,5 Millionen der 40,7 Millionen) Haushalte leben 11,5 Millionen Samtpfoten, so eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstitutes Skopos im Auftrag des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF) und des Industrieverbandes Heimtierbedarf (IVH).

Auch wenn die Marktforscher mit einer neuen Methodik gearbeitet haben, die detaillierte Daten erschließt – die wesentlichen Fakten rund um Haustiere in Deutschland sind seit Jahren unverändert. Danach leben in mehr als einem Drittel aller Haushalte insgesamt rund 28 Millionen Tiere. Katzen sind dabei die beliebtesten, an zweiter Stelle folgen Hunde (6,9 Millionen in 14 Prozent der Haushalte). Immerhin ein Drittel davon sind Exemplare großer Rassen wie Labrador Retriever, Golden Retriever oder Deutsche Schäferhunde.

Aber wer zählt die Zwergkaninchen, Meerschweinchen, Ratten und all die anderen Kleintiere? Die Marktforscher haben nicht gezählt, aber anhand von Umfragen hochgerechnet und sind auf 6,1 Millionen gekommen. In sechs Prozent der deutschen Haushalte leben den Erkenntnissen zufolge solche Kleinsäuger, der beliebteste ist das Zwergkaninchen mit drei Millionen Exemplaren.

Eine Tiergruppe ist noch häufiger anzutreffen: Ziervögel. 3,4 Millionen fliegende Untermieter leben unter deutschen Dächern, die Beliebtheitsliste wird wie eh und je vom Wellensittich angeführt. Was sich dagegen weder zählen noch hochrechnen lässt, ist die Zahl der Fische – wohl aber die der Aquarien. Laut Studie sind es rund zwei Millionen, dazu kommen 1,7 Millionen Gartenteiche.

In der Terraristik dominieren Schildkröten: Sie stellen 33 Prozent der Bewohner in den 800.000 Terrarien zwischen Bodensee und Flensburger Förde, gefolgt von Agamen (eine Familie innerhalb der Ordnung der Schuppenkriechtiere, 26 Prozent) und Schlangen (18 Prozent). Bei letzteren müsse man weniger an Riesenarten denken als vielmehr an die kleinen Vertreter wie zum Beispiel Kornnattern, erläuterte ZZF-Sprecherin Antje Schreiber.

Die Beliebtheit von Terrarien erklärt sie mit dem Lebensumfeld der jeweiligen Besitzer: Im Gegensatz zu Katzen- und Hundefreunden hätten sie seltener einen Garten oder Zugang dazu: „Terrarientiere, das sind Tiere für die Wohnung.“ Das bedeutet, sie seien verhältnismäßig häufig in großen Städten anzutreffen.

Auch zu weiteren Lebensumständen der Halter haben die Marktforscher Details zutage gefördert. Zum Beispiel, dass Tiere besonders häufig dort ein Zuhause finden, wo Kinder leben: In 58 Prozent der Familien mit Kindern gibt es demnach tierische Mitbewohner, dagegen nur bei 25 Prozent der Singles. Dass Kinder Haustiere lieben, dürfte jedoch keine ganz so neue Erkenntnis sein ...

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