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Bauen & Wohnen

08. Dezember 2016 | 05:17 Uhr

Unwettersaison : Die Ruhe vor dem Sturm nutzen: So machen Sie Ihr Haus wetterfest

vom

Die kommende Jahreszeit bringt wieder stürmische Tage. Die größte Gefahr droht dem Dach.

Stürme, Frost, Hagel und Schneefall richten in jedem Jahr beträchtliche Schäden an Dach- und Außenwänden an. Damit es erst gar nicht so weit kommt, dass Sturmschäden von der Versicherung reguliert werden müssen, können Hausbesitzer Einiges zur Vorbeugung tun, wenn ein Unwetter aufzieht.

  • Gartengeräte wie Gießkannen, Pflanzgeräte oder Blumengefäße sollten im Haus verstaut werden. Auch Spielgeräte, beispielsweise Trampoline, müssen bombenfest gesichert oder abgebaut werden. Diese Gegenstände können sich durch orkanartige Böen in gefährliche Geschosse verwandeln, die sogar Fensterscheiben durchschlagen oder die Fassade und Rollläden beschädigen.
  • Abdeckplanen, Plastikbahnen oder Rankgitter sollten so vertäut werden, dass sie sich bei einem Sturm nicht lösen können. 
  • Leere Mülltonnen können bei starken Böen gefährlich werden. Deshalb sollten auch sie befestigt werden. Der Fachhandel bietet dafür so genannte "Einhausungen" - verschiedene Unterstellmöglichkeiten bis hin zu begrünten Abstellhäuschen.

Besonders im Fokus steht das Dach, das den Wetterkapriolen durch seine exponierte Position eine besonders große Angriffsfläche bietet. Die Belastung für das Dach durch unterschiedliche Wetterverhältnisse ist im Herbst und Winter nachweislich höher als im Frühling und Sommer. Daher sollte regelmäßig geprüft werden, ob das Dach Schäden aufweist. Doch was genau wird dabei geprüft? Und wie können Hauseigentümer ihr Dach bestmöglich auf Herbst und Winter vorbereiten?

Die Prüfung sollte stets von einem Profi vorgenommen werden. Dieser weiß, welche Komponenten kontrolliert werden müssen, beispielweise ob einzelne Dachpfannen locker sitzen oder beschädigt sind. Auch Kaminanschlüsse, Kehlen sowie Gauben werden auf Risse und undichte Stellen geprüft. Zusätzlich werden die Dachrinne sowie die Dämmung in Augenschein genommen. Ist eine Solaranlage installiert, sollte sie ebenfalls kontrolliert werden. Ein Dachcheck ist für Hausbesitzer auch hinsichtlich der Verkehrssicherungspflicht wichtig, denn sie verlangt, dass keine Gefahren für Dritte von der Immobilie ausgehen. Neben der regelmäßigen Überprüfung trägt vor allem ein optimal geplantes Dach zu einer sorgenfreien Herbst- und Winterzeit bei. Zu empfehlen sind bereits vom Hersteller aufeinander abgestimmte Komponenten.

<p>Spezielle Sturmklammern machen ein Loslösen der Dachziegel bei Sturm nahezu unmöglich. </p>

Spezielle Sturmklammern machen ein Loslösen der Dachziegel bei Sturm nahezu unmöglich.

Foto: tdx/dach.de

Sturmschäden am Haus: Versicherungen zahlen ab Windstärke acht. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 62 Stundenkilometern. Wichtig bei Schäden am Haus, im Garten oder am Auto ist: Betroffene müssen sich schnell bei ihrer Versicherung melden, um ihren vollen Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Eine genaue Frist dafür gibt es laut dem Bund der Versicherten (BdV) nicht. Als erste Maßnahme kann es ausreichen, eine E-Mail mit einer Schadensbeschreibung zu schicken oder anzurufen. Wer von einem Vermittler betreut wird, sollte auch diesen unverzüglich informieren.

Und: Die Versicherung muss die Möglichkeit haben, den Schaden zu begutachten. Zur Dokumentation sollten Betroffene daher direkt Fotos machen, rät der BdV. Daneben ist eine genaue Aufstellung der beschädigten Gegenstände sinnvoll. In der Regel wird die Versicherung einen Gutachter schicken, der sich den Schaden ansieht. Wichtig zu beachten: Beschädigte Gegenstände nie ohne ausdrückliche Zustimmung des Versicherers entsorgen.

Welcher Versicherer ist eigentlich für welche Schäden zuständig?

- Wohngebäudeversicherung: Sie übernimmt in der Regel alle Schäden, die direkt am Gebäude entstanden sind, wenn Dachziegel, Fensterscheiben oder die Garagentür kaputt gehen. Voraussetzung dafür: Im Vertrag müssen Sturmschäden explizit eingeschlossen sein

- Hausratversicherung: Sie greift, wenn das Inventar einer Wohnung beschädigt wird. Das betrifft alles, was sich im Haus befindet und rausgetragen werden kann. Der Versicherer zahlt aber auch, wenn Elektrogeräte nach einem Blitzschlag nicht mehr funktionieren oder wenn Regen die Möbel, infolge einer zerbrochenen Scheibe durchnässt.

- Die Elementarschadenversicherung wird als optionaler Zusatzbaustein zur Wohngebäude- und Hausratversicherung angeboten und kann auch nur in Kombination mit einer dieser beiden Versicherungen abgeschlossen werden. Immer mehr Versicherer bieten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung bereits inklusive der Elementarschadenversicherung an. Wer sie nicht nutzen möchte, muss sie gezielt abwählen.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 10:18 Uhr

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