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Auto & Verkehr

11. Dezember 2016 | 01:33 Uhr

Waschen und pflegen : Das Motorrad geht in den Winterschlaf

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Letzte Sonnentage mögen noch die eine oder andere Motorradtour zulassen. Doch die Saison ist vorbei. Wer sein Motorrad über den Winter einmottet, sollte ein paar Tipps beachten, damit das Bike auch wieder fit in den Frühling starten kann.

Wollen Biker ihr Motorrad den Winter über einmotten, waschen und reinigen sie vorher die Maschine. Dabei sollten sie die Bremse nicht vergessen und diese von Abrieb befreien.

Dazu stellen die Biker eine Auffangschale unter die Bremse und sprühen sie großzügig mit Bremsenreiniger ein, erklärt Torsten Hesse vom Tüv Thüringen. «Der löst Schmutz, Öl und Abrieb von der Scheibe und den Belägen.» Bei der Gelegenheit ist die Scheibe auf Riefen und Kratzer zu untersuchen und die Belagstärke zu kontrollieren.

Die Experten vom Tüv Süd raten, am besten noch bei warmen Motor das Motoröl und den Filter zu wechseln. Denn altes Öl enthalte aggressive Verbrennungsrückstände. Ist der Motor flüssigkeitsgekühlt, verhindert zugesetzter Frostschutz auch Korrosion im Kühlkreislauf. Kolben und Zylinder kann ein Konservierungsspray vor Kondenswasser schützen. Einen Lappen mit Öl in die Endrohre des Auspuffs zu stopfen, kann vor Kondenswasser schützen.

Volltanken verhindert bei Stahltanks Rostbildung. Bei Kunststofftanks sollte man den Sprit dagegen ablassen. Bei Bikes mit Vergaser leert man die Schwimmerkammer. «Ablagerungen im Kraftstoff können zum Verkleben oder Verstopfen der Vergaserdüsen führen», erklärt Hesse. Bei kettengetriebenen Motorrädern sollten die Biker Kette, Kettenkranz und Ritzel putzen und danach wieder fetten.

«Eine Batterie sollte keinen Frost abbekommen», sagt Hesse. Sie sollte daher ausgebaut und dann trocken sowie kühl gelagert werden. Alle zwei Monate sollte man sie aufladen, rät der Tüv Süd. Ein elektronisch geregeltes Ladegerät könne - permanent an eine eingebaute Batterie angeschlossen - für Ladungserhaltung sorgen.

Der Reifendruck sollte um 0,5 bar erhöht werden. Am besten aber ist nach Ansicht des Tüv Süd ein Aufbocken der Maschine. Das entlaste die Reifen und beuge etwa Unwuchten und Verformungen vor. Wenn das nicht möglich ist, bewegt man das Bike alle zwei Wochen ein Stück.

Am besten gehen Motorräder in einem sauberen und trockenen Raum in den Winterschlaf, etwa in einer Garage. Muss das Bike draußen stehen, sollte es unbedingt einen Rostschutz bekommen. Lackierte Teile werden mit Hartwachs versehen. «Metallteile können mit Korrosionsschutz-Spray behandelt werden, um die Bauteile vor dem direkten Kontakt mit Feuchtigkeit zu schützen», sagt Hesse. Zu einer bis zum Boden gehenden und zum Schutz vor Kratzern innen gefütterten Abdeckung rät der Tüv Süd. Da sich dort aber Feuchtigkeit sammeln könne, sollten Biker diese ab und zu abnehmen, um zu lüften. Dazu seien trockene Tage am besten geeignet.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 04:34 Uhr

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