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Auto & Verkehr

23. März 2017 | 17:39 Uhr

Autofahrer suchen Ausweichstrecken : A7-Baustelle verlagert Verkehrsströme

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die neue Verkehrszählung des Bundes zeigt: Viele Autofahrer meiden die Bauarbeiten auf der A7 und weichen weiträumig aus.

Der sechsspurige Ausbau der A7 zwischen dem Autobahndreieck Bordesholm und dem Elbtunnel in Hamburg hat zu einer weiträumigen Verlagerung von Verkehrsströmen in Schleswig-Holstein geführt. Das ergibt sich aus den jetzt veröffentlichten Daten der neuen, alle fünf Jahre stattfindenden Verkehrszählung der Bundesanstalt für Straßenwesen. Die jetzt vorgelegten Zahlen hat die Behörde von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt im Jahr 2015 erhoben.

Um die seit 2014 bestehende Großbaustelle auf der A7 zu umfahren, haben demnach viele Autofahrer ab Neumünster die Ausweichroute über die A21 und die A1 genutzt. So waren auf der A7 südlich von Neumünster zuletzt bis zu 16 Prozent weniger Fahrzeuge unterwegs als noch fünf Jahre zuvor (siehe Grafik). Auch durch den Elbtunnel fuhren 2015 fünf Prozent weniger Autos als noch 2010 und sogar fast 20 Prozent weniger Schwerverkehr.

Verkehrsdichte auf der A7.
Verkehrsdichte auf Schleswig-Holsteins Autobahnen. Foto: sh:z

Im Gegenzug verzeichnete die Ausweichstrecke über die A21 große Zuwächse – am stärksten bei Bad Oldesloe mit mehr als 60 Prozent plus. Auch auf der A1 hat der Verkehr südlich von Bad Oldesloe zugenommen. Zwar nennt die Behörde von CSU-Politiker Dobrindt keine Gründe für die auffälligen Veränderungen der Verkehrsströme. Doch Schleswig-Holsteins SPD-Verkehrsminister Reinhard Meyer sagte unserer Zeitung, dass die Großbaustelle auf der A7 „eine der Hauptursachen“ sein dürfte.

Stark zugenommen hat der Verkehr zwischen 2010 und 2015 auch auf der A 23 zwischen Tornesch und dem Dreieck Hamburg-Nordwest. So stieg die Zahl der Autos auf dem Abschnitt Tornesch-Pinneberg gleich um 20.000 auf 73.400. Dobrindt will die A23 daher auch ab Tornesch Richtung Süden sechsspurig ausbauen lassen.

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erstellt am 01.Feb.2017 | 08:39 Uhr

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