ZEITGESCHICHTE
Chronik 1989
Die Mauer fällt - und die Revolutionen nehmen ihren Lauf
Hans Modrow war die lezte Hoffnung der SED-Spitze. Mit Reformen sollte der Ministerpräsident das Überleben des Regimes retten.
Nichts gibt. 9. November: Der Sprecher des SED-Zentralkomitees, Günter Schabowski, teilt auf einer Pressekonferenz mit, dass der DDR-Ministerrat eine Reiseregelung beschlossen habe, die eine kurzfristige Erteilung von Visa ohne Voraussetzungen vorsieht. Noch am selben Abend strömen Tausende in Ost-Berlin zu den Grenzübergängen, die schließlich geöffnet werden. Die Mauer ist gefallen.
10. November: In West-Berlin feiern Hunderttausende den Fall der Mauer.
13. November: Nach Abberufung des amtierenden Ministerrates wählt die Volkskammer den SED-Bezirkschef von Dresden, Hans Modrow, der als "Reformkommunist" gilt, zum neuen Ministerpräsidenten.
17. November: "Samtene Revolution" in der Tschechoslowakei: Studenten und Schauspieler streiken, in Prag kommt es zu Massendemonstrationen. In Ost-Berlin kündigt der neue Ministerpräsident Modrow in seiner Regierungserklärung einschneidende Reformen an.
19. November: Trotz reger Reisewelle und in Aussicht gestellter Reformen kommt es überall in der DDR zu Demonstrationen und Protesten. In Dresden fordern 70.000 Menschen freie Wahlen und das Ende der SED-Herrschaft.






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