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Falsche Amazon-Gutscheinen

Spam-Mails: Gefährliche Grüße zum Valentinstag

10. Februar 2012 | 18:00 Uhr | Von hamo

Der Versand von Spam-Mails ist einige Tage vor dem Valentinstag sprunghaft angestiegen. Foto: G Data

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Wenige Tage vor dem Valentinstag verzeichnen IT-Experten einen Anstieg von Spam-Mails. Dieses Jahr sind besonders oft falsche Amazon-Gutscheine unterwegs.

Bochum / Flensburg. Der Valentinstag gilt als der Tag für Verliebte. Blumenhändler machen gute Geschäfte - doch auch Kriminelle wollen sich diesen Tag für ihre Machenschaften zu Nutzen machen. Schon einige Tage vor dem 14. Februar haben die Produzenten von Sicherheitssoftware jetzt wieder "einen sprunghaften Anstieg im Aufkommen von Spam-Mails festgestellt", erklärt Ralf Benzmüller, Leiter der G Data SecurityLabs in Bochum.

"Über soziale Netzwerke wie Facebook hatten Kriminelle schon in der Vergangenheit gefälschte Gutscheine für die Online-Shops von Media-Markt und Saturn verbreitet", sagt Benzmüller. In diesem Jahr werden vor allem gefälschte Amazon-Coupons verschickt, haben die Experten ermittelt. Doch der Empfänger bekommt keinesfalls einen Gutschein des Online-Versands, sondern wird über einen stark verkürzten Link auf eine Online-Datingseite geleitet. Benzmüller: "Bei dieser Art des Klickbetrugs generiert jeder Aufruf der Seite Geld für die Kriminellen."

Schädlicher Code hinter harmlosem Link

Die Freude über die Valentinsüberraschung kehrt sich in Frust um. Doch es geht noch fieser. Cyber-Kriminelle haben längst auch soziale Netzwerke wie Facebook für ihre Machenschaften entdeckt. Benzmüller warnt: "Links in E-Mails und in sozialen Netzwerken sollten nicht einfach angeklickt werden. Sie könnten auf Webseiten führen, die mit einem Schadcode verseucht sind." Dieser Code beschädigt meist unbemerkt den Computer des Nutzers.

Mittlerweile ein Spam-Klassiker, aber immer wieder neu im Umlauf sind auch die Werbemails vermeintlicher Medikamentenhändler. Häufig werben die Versender der Mails mit günstigem Viagra. "Im Fall eines Bestellvorgangs verlieren Nutzer nicht nur den gezahlten Geldbetrag, sondern auch ihre persönlichen Daten, zum Beispiel Kreditkarteninformationen", warnt Benzmüller. Die bestellten Medikamente werden entweder erst gar nicht verschickt oder es handelt sich um gefälschte Arzneien.

Die Tipps des IT-Experten:

- E-Mails von unbekannten Absendern gehören ungelesen gelöscht. Dateianhänge, wie Grußkarten oder Videos, sollten ebenso wie Links nicht aufgerufen werden.

- Das installierte Betriebssystem, der Browser und seine Komponenten sowie die installierte Sicherheitslösung sollten immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Programm-Updates sollten umgehend installiert werden, um bestehende Sicherheitslücken zu schließen.

- Auf dem Computer sollte eine umfassende und leistungsstarke Sicherheitslösung installiert sein, die alle Daten, die aus dem Internet auf den eigenen PC kommen, permanent auf Schadcodes untersucht. PCs sind so vor Infektionen durch so genannte Drive-by-Downloads wirksam geschützt. Ein Spam-Filter zur Abwehr von unerwünschten E Mails ist ebenfalls ein Muss.

- Die Sprache kann einen Betrug schon entlarven. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Freunde eine Nachricht in einer anderen Sprache als ihrer Muttersprache verschicken. Auch Rechtschreib- und Grammatikfehler sind häufig ein Indiz für unerwünschte Post.

- Online-Kriminelle nutzen den Vertrauensvorschuss der Nutzer für ihre Zwecke aus. Auch in sozialen Netzwerken sollten Links daher nicht unbedacht angeklickt werden, selbst wenn sie von Freunden kommen. Um zu prüfen, welche Internet-Adresse sich hinter einer Kurz-URL verbirgt, helfen Dienste wie longurl.org.


 

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