STREIFZÜGE DURCHS WEB

 

Wettbewerb: Offene Daten

Mehr Apps für Deutschland

15. November 2011 | 06:30 Uhr | Von Oliver Havlat

Wetter, Steuern und Subventionen: Behörden erheben eine Vielzahl von Daten. Damit die von der Öffentlichkeit besser genutzt werden können, gibt es jetzt Preise zu gewinnen.

Behörden in Deutschland erheben, speichern und verarbeiten viele Daten - Daten von öffentlichem Interesse. Bisher allerdings schlummern diese Datenschätze in Behördenarchiven, auf Rathaus- und Regierungsrechnern, in Statistikämtern.

Das soll anders werden – wenn es nach dem Bundesinnenminister geht. Unter seiner Schirmherrschaft wollen die drei Nichtregierungsorganisationen "Government 2.0 Netzwerk Deutschland", "Open Data Network" und "Open Knowledge Foundation Deutschland" mit einem Wettbewerb Programmierer, Designer und interessierte Bürger dazu aufrufen, Anwendungen vorzuschlagen, mit denen der schlummernde Datenschatz gehoben werden kann.

Kategorien: Ideen, Anwendungen und Daten

"Apps für Deutschland" heißt der Wettbewerb, den Minister Hans-Peter Friedrich in Berlin auf der Messe "Moderner Staat" jetzt gestartet hat. "Offenes Regierungshandeln ist das Gebot der Stunde", sagte Friedrich zu dem Wettbewerb, der mit Preisen im Gesamtwert von 35.000 Euro lockt.

Mitmachen ist in drei Kategorien möglich: Ideen, Anwendungen und Daten. Ideen, wie man Daten des öffentlichen Sektors weiterverarbeiten kann, kann jedermann einreichen. Eine Umsetzung dieser Ideen ist nicht notwendig. Wer Programmierer ist, kann auch funktionsfähige Anwendungen oder Visualisierungen einreichen. Und Behörden können mit Datensätzen teilnehmen, die bisher nicht öffentlich verfügbar waren.

Die Länder Berlin und Bremen vergeben jeweils Sonderpreise für Anwendungen, die von den jeweiligen Ländern bereitgestellte Daten als Grundlage verwenden.

Vorstellung auf der CeBit 2012

Eine Jury wird die Vorschläge bewerten. Die besten Ergebnisse sollen zur CeBit 2012 in Hannover vorgestellt werden. In der Jury sitzen neben Wissenschaftlern und Repräsentanten der Initiatoren unter anderem auch Vertreter des Hightech-Branchenverbandes Bitkom und des Wikipedia-Betreibers Wikimedia.

Als Preise haben die Veranstalter insgesamt 35.000 Euro, verteilt über die verschiedenen Kategorien, ausgelobt. Einsendeschluss für Daten und Ideen: 15. Dezember 2011. Einsendeschluss für Anwendungen: 1. Februar 2012.

Weitere Informationen gibt es auf www.apps4deutschland.de


 

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