WISSENSCHAFT IM NORDEN
Exzellenzinitiative
Kieler Uni will Eliteuniversität werden
Die Kieler Christian-Albrechts-Universität will Eliteuniversität und führende Hochschule in Nordeuropa werden. Eine entsprechende Bewerbung werde bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die zweite Runde der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern eingereicht, sagte Uni-Präsident Gerhard Fouquet am Donnerstag.
Zum Konzept gehören ein Zentrum für angewandte Ethik in allen Forschungsbereichen, karrierefördernde Angebote für junge Studenten und eine Begegnungsstätte von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der Innenstadt, sagte Uni-Vizepräsident Thomas Bosch.
Die Kieler Universität will sich in der Bewerbung als Hochschule der verbundenen Wissenschaften präsentieren und vernetztes Denken und Handeln in interdisziplinärer Zusammenarbeit fördern, erklärte Fouquet. Dabei sehe man kulturelle Vielfalt an der Universität als Chance für Innovation und wertvolle Ressource. Neue Wege gehe man mit einer Begegnungsstätte, die auf einem Hausboot mitten im Zentrum bis Ende 2011 eröffnet werden soll. Fouquet zeigte sich zuversichtlich über Kiels Aussichten. Entweder Mitbewerber Göttingen oder Kiel, "eine der beiden wird es werden", sagte er.
81,6 Millionen Euro für Exzellenz-Cluster
Im Rahmen der Exzellenzinitiative hat Schleswig-Holstein für die Spitzenforschung in der ersten Runde von der DFG bereits 81,6 Millionen Euro erhalten, rund 25 Prozent steuerte das Land bei, teilte Wissenschaftsminister Jost de Jager mit. Er versicherte, dass der Ausbau der Exzellenz trotz der schwierigen Haushaltslage für das Land Schwerpunkt bleibe. Gefördert wurden unter anderem Exzellenzcluster in der Meeresforschung und gemeinsam mit der Universität Lübeck in der Entzündungsforschung.
In der zweiten Phase der Exzelleninitiative stehen bundesweit von 2013 bis 2017 insgesamt 2,7 Milliarden Euro bereit, rund 30 Prozent mehr als in der ersten Runde. Absichtserklärungen für Neuanträge müssen bis zum 30. April eingereicht sein.




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