ROCKER-KRIEG
Rocker-Krieg
Brandanschlag auf Clubhaus der "Bandidos"
Das neues Clubhaus der "Bandidos" in Schleswig-Holstein: Das Chapter der Rocker soll etwa 20 Personen umfassen. Foto: sh:z
Wahlstedt. Der neue "Bandidos"-Club nennt sich "Northgate". Seinen Sitz hat er in der ehemaligen Disco "Déjà-Vu" im Wahlstedter Gewerbegebiet. Das Gebäude soll zwei Kieler Brüdern gehören, die mit Motorradteilen handeln. Uwe Keller, Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) in Kiel: "Der Brandsatz wurde am Sonnabend um 23.35 Uhr am Treppenaufgang gezündet."
Der Gebäudekomplex wird nicht allein von den "Bandidos" genutzt, unter anderem haben dort auch eine Gaststätte und ein Tanzverein Räume gemietet. Sie alle nutzen den gemeinsamen Treppenaufgang - doch das war den Tätern egal. "Gäste der Gaststätte bemerkten das Feuer, konnten die Flammen austreten", sagt Uwe Keller. "Größerer Schaden ist nicht entstanden."
"Wir werden sie beobachten"
Bei dem Brandsatz handelte es sich um einen Molotow-Cocktail, gesehen haben die Gäste aber niemanden. Die Sonderkommission Rocker ermittelt, sie sucht Zeugen. Die Eröffnung eines Chapters (Ortsclubs) mit dem Namen "Northgate" ist eine deutliche Provokation in Richtung der verfeindeten "Hells Angels", die mit ihrem Club "North End" in Alveslohe seit vielen Jahren den Kreis Segeberg dominieren, zuletzt nach Norderstedt expandierten und dort eine Bar eröffneten.
In Schleswig-Holstein hatten sich die "Bandidos" zunächst in Neumünster niedergelassen, nach blutigen Kämpfen verbot Innenminister Klaus Schlie (CDU) im April 2010 diesen Club. Doch die "Bandidos" machten weiter, zogen erst dänische Kutten an und dann über die Grenze nach Padborg in die Räume eines ehemaligen Farbenhandels. Die dänische Kommunalverwaltung entschied dann schnell: Die Vereinsaktivität in dem Gebäude verstößt gegen geltendes Gewerberecht. Danach trafen sich die "Bandidos" zeitweise in der Disco "Antik-Schuppen" in Bad Segeberg, hatten aber keine feste Zentrale mehr in Schleswig-Holstein. Das hat sich nun geändert.
Ist damit das Vereinsverbot des Innenministerium umgangen worden? Schließlich ist den ehemaligen Neumünsteraner "Bandidos" auch die Gründung von Nachfolgeorganisationen untersagt. LKA-Sprecher Uwe Keller erklärt: "Es sind keine Mitglieder aus Neumünster dabei, es handelt sich um eine vollkommen neue Gruppe. Aber wir werden sie beobachten." Sowohl "Bandidos" als auch "Hells Angels" bringt die Polizei in Zusammenhang mit organisierter Kriminalität.
Leserkommentare
Hier dauert es eben etwas länger. Wenn Gesetze es nicht hergeben, dann müssen sie eben angepasst werden!
Respekt!!!
Wenn Menschen nicht gesellschaftskonform sind, ab in die Kammer... Oder wie soll ich Sie verstehen? Armseliger Schreiber, weiter so, ich würde Sie wählen, wenn Sie sich stellen würden, schätze Sie haben da voll den Plan.
Wahlstedt tickt da doch ein wenig anders, mag auch an der russischen Population liegen, aber egal. Jetzt können die Jungs mal zeigen ob sie wirklich so hart sind. Lasst die Spiele beginnen... Ich hab das alles schon erlebt..., Gruss - Der Blonde Hans
Ab in die Kammer? Ich wüsste nicht, das ich das geschrieben habe.
Und "nicht gesellschaftskonform" ist ein verharmlosender Ausdruck für Gewalttaten und Verbrechen.
Das "armseeliger Schreiber" können Sie mal zurücknehmen. Beleidigungen können wir hier nicht gebrauchen.
Also: Natürlich haben Sie Recht, ich entschuldige mich förmlich und höflichst für den " armseligen Schreiber". Aber Ihr Kommentar provozierte mich einfach, das mit der Kammer war doch auch nur so`n Affekt, doch keine Unterstellung, haben Sie ja gar nicht geschrieben! Beleidigungen sind auch echt nicht meine Domäne, wollt ich nicht, ehrlich, ich mach mich da jetzt auch echt klein.
Aber ich liebe Spott, Hohn, Sarkasmus, Ironie, Satire... Und ich genieße es! Schönen Sonntag...
Der "Anschlag", das "Attentat" - gestatt'n, von Tatten, Vertreter für Liegen und Hängematten - datiert vom "Sonnabend um 23.35 Uhr", also den 14.01.12.
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Wie kommt es denn dann bitte, dass der Bericht des dann wohl offensichtlichen "Sehers" der shz vom "13. Januar 2012 | 07:05 Uhr | Von Eckard Gehm", stammt? Der "berichtete" also schon am Freitag morgens über etwas, was dann Samstag nächtens passierte?
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Man könnte das zwar durchaus "zeitnahe Berichterstattung" nennen, aber ich fürchte da mal ganz anderes ... Fast wie bei den manipulativen Ämterern, die ihre Schreiben vor- oder rückdatieren, gerade nach Belieben und wie es ihnen passt, um ihren Eifer und ihre Dienstbeflissenheit unter Beweis zu stellen.
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Aber vielleicht war das ja schon vergangenen Sonnabend und wurde den Leser/innen "nur" eine volle Woche vorenthalten, oder wie, oder was?
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Das Überschriften-Zitat stammt übrigens aus einem guten, alten Western.
Respekt!!! Danke für den Kommentar..., so long! Stay wild - life free, Der Blonde
Na, halb so wild, vielleicht war der Herr von der Presse ja auch nur zeitlich etwas desorientiert, kann ja mal vorkommen.
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Wo das und andere Dinge aber in Menschenverachtung von einer Stasi missbräuchlich und absichtlich herbeigeführt werden, sprach man von "Zersetzung" und die Opfer, haben es als Folter erlebt, die nicht nur rückständige Drittweltstaaten kopiert haben.
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Deshalb gilt eher, sich von Kriegshetzern nicht (wieder) aufhetzen zu und einen neuen "Rocker-Krieg" herbeireden zu lassen, sondern sich vielleicht die mal genauer anzusehen, die sie dazu brauchten und brauchen: ihre Spitzel und Zuträger. Dann kommt man auch mal auf ihre "Führungsoffiziere" als die wahren Unruhestifter.
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"Auf der Reeperbahn nachts um halb eins ...", sang der alte Charmeur ... usw. usf.
de.wikipedia.org/wiki/Zersetzung_(Ministerium_f%C3%BCr_Staatssicherheit)
Danke für Ihre Antwort. Das macht nicht jede(r) hier so wie Sie, das spricht für Sie !!!
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Da zieht man eine andere Kutte an und das war´s?
Wie schnell die aus Dänemark draußen waren und wie schwer sich unsere Justiz tut, ist einfach nicht zu glauben. Wenn es die Gesetze nicht hergeben, dann müssen sie eben angepasst werden.