Baustellenabsicherer Lars Kloth

Sein Telefon steht nicht mehr still

13. April 2010 | Von tnn

Lars Kloths großes Kapital: Er hat bereits rund zehn Jahre Berufserfahrung in der Branche. Foto: Euler

Lars Kloth (38) aus Neumünster hat sich Anfang März als Baustellenabsicherer selbstständig gemacht. Sein Kapital: Er hat bereits zehn Jahre Berufserfahrung in der Branche.

Bei Lars Kloth steht das Telefon nicht mehr still. Bereits in der ersten Woche als Unternehmer - Anfang März - wurde der erfahrene Baustellenabsicherer gebeten, mehr als zwanzig Angebote abzugeben. Daraus sind in der Zwischenzeit 18 konkrete Aufträge geworden - von Schleswig bis Hamburg. "Es ist ganz schön stressig im Moment", sagt Kloth. Aber er hat alles im Griff. Und es scheint positiver Stress für ihn. "Es ist genau so, wie wir es uns gedacht haben, und ich weiß ja, wofür ich es tue", sagt Kloth. Er müsse sich derzeit oft an die Beratung bei der Investitionsbank erinnern. Dort hatte man ihm gleich gesagt: "Sie werden keinen Acht-Stunden-Tag haben." Und so ist es auch gekommen. Lars Kloth geht um kurz vor sieben morgens aus dem Haus - und es könne schon 21 Uhr werden, bevor er wieder zurückkomme.

Gerade erst ist der Familienvater in Reesdorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) gewesen, um dort 50 Absperrschranken und 150 Warnleuchten aufzustellen. Zudem hat Kloth seit dem ersten April eine Lagerhalle gemietet. Und dort ist er gerade dabei, Regale aufzustellen, um die 350 Verkehrsschilder, 150 Absperrschranken und 300 Warnleuchten vernüftig zu lagern. Denn der erfahrene Baustellenabsicherer weiß, mit steigender Auftragslage können das schnell mehr werden.

Neben den Aufträgen und der neuen Lagerhalle kümmert sich Kloth auch noch ums Marketing. So hat der Neumünsteraner ein Firmenlogo entwickelt, dass er nach und nach auf seinen Schildern, Lampen und Leitbarken aufklebt. Sind die Aufgaben allein überhaupt noch zu bewältigen? Ja, sagt Kloth. Seine Frau hält die Stellung im Büro, er übernehme den Rest. Und erst einmal wolle er seine Ausgaben auch so gering wie möglich halten. Unsere Zeitung begleitet ein Jahr lang - von März 2010 bis März 2011 - vier Existenzgründer. Wir fragen regelmäßig nach, wie ihre Geschäfte laufen, vor welchen Herausforderungen sie stehen. Jede Woche lesen Sie auf der Seite "Wirtschaft in Schleswig-Holstein und Hamburg" ein neues kleines Kapitel aus den Gründergeschichten. Nächste Woche berichten wir über die Kielerin, die am kommenden Wochenende ihre Boutique eröffnen wird.


 

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