KfW-Gründungsmonitor
Jeder Fünfte gründet aus der Arbeitslosigkeit
Frankfurt am main. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt regelmäßig einen so genannten Gründungsmonitor heraus. Grundlage des Gründungsmonitors ist eine Umfrage unter rund 50 000 Gründern über ihre Erfahrungen in der ersten Zeit der Selbstständigkeit. Hier einige aktuelle Zahlen:
2008 haben sich 797.000 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren in Deutschland selbstständig gemacht. 42 Prozent davon im Vollerwerb, 58 Prozent im Nebenerwerb. Rund jeder fünfte Unternehmensgründer ist laut KfW zuvor arbeitslos gewesen.
Wie die KfW weiter herausgefunden hat, ist rund ein Viertel der Unternehmen nach drei Jahren nicht mehr am Markt. Rund drei Viertel der Gründer stellten vorerst keine Mitarbeiter ein. Knapp 86 Prozent der neuen Unternehmer würden im Dienstleistungssektor beginnen.
Der Anteil der innovativen Gründungen beläuft sich dem Gründungsmonitor zufolge auf 15 Prozent. Gerade diese seien jedoch zur Überwindung von Krisen erforderlich, hieß es. Jedoch sinke dieser Anteil zusammen mit den insgesamt rückläufigen Firmengründungen weiter. Schwerpunktthema des KfW-Gründungsmonitors ist die Finanzierung. Demnach hätten 71 Prozent der neuen Selbstständigen finanziellen Mittelbedarf. Rund zwei Drittel von ihnen griffen dabei auf eigene Reserven zurück. Knapp drei Viertel der externen Finanzierungen bewegten sich im sogenannten Mikrofinanzbereich von weniger als 25 000 Euro.




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