Google "Street View"
Street View
Geldschneiderei mit Widerspruch gegen Google
"Positive Aspekte dieses 'privaten Striptease' konnten wir, trotz Überlegungen, nicht ausfindig machen." Mit diesem Satz wirbt ein Hamburger Unternehmen in Postwurfsendungen für seine Dienstleistung. Es geht um Google Street View und darum, Menschen davor Angst zu machen. "Die Verbraucher werden verunsichert", sagt Dr. Boris Wita von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.
Das Unternehmen bietet an, gegen die Veröffentlichung der Hausfassade in Street View Widerspruch einzulegen - gegen eine Gebühr von 25 Euro. "Nutzen Sie diesen Service und leben Sie beruhigt weiter", heißt es in der Postwurfsendung.
Widerspruch kostet nichts
"Wozu für etwas bezahlen, das es umsonst gibt?", fragt Dr. Wita. Denn der Google-Widerspruch kostet nichts, ist online über ein Formular oder per Post möglich. Ein Musterschreiben der Verbraucherzentrale bieten wir am Ende des Artikels.
Auch wenn die Widerspruchsfrist am heutigen Freitag (15. Oktober) abläuft, können Betroffene später noch Einspruch gegen die Veröffentlichung ihrer Hausfassade bei Street View einlegen. Der Unterschied liegt darin, dass bei allen Widersprüchen bis zur Frist die Gebäude gar nicht erst im Netz erscheinen, während die anderen Fotos nachträglich gelöscht werden.
So legen Sie Widerspruch ein
Das Google-Formular - Schritt für Schritt erklärt (PDF hier herunterladen)
oder
Musterbrief der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein herunterladen








Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden
Warum muss ich mich anmelden/registrieren?
shz.de distanziert sich prinzipiell von allen in den Leserkommentaren geäußerten Meinungen ohne Rücksicht auf deren Inhalte. Alle Beiträge in den Leserkommentaren geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen der User wieder.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien für Kommentare!