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27. Juli 2010

Hallig Hooge, Anleger vorm Seglerhafen

28. Juli 2010 | 07:51 Uhr | Von Holger Schulz

Segeln auf der Ronja. Manchmal geht es an Deck beschaulich zu, aber in der Kajüte wird gearbeitet. Foto: Schulz

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Strahlend blauer Seglerhimmel - eine perfekte Tour führt Holger Schulz und die "Expedition Wattenmeer" von Pellworm nach Hooge.

Der Himmel ist strahlend blau heute früh, und fast kein Wind weht im Hafen von Tammensiel. Welch ein Gegensatz zu gestern. Um 7 Uhr weckt mich im Schlafsack die Sonne. Es ist Niedrigwasser, die Ronja liegt trocken im Schlick. Viel zu tun ist am Vormittag nicht, und so nutze ich die Gelegenheit, um im Waschcontainer am Hafen endlich mal wieder richtig zu duschen.

Ein paar Meter entfernt liegt die Schute für Hallig Süderoog an der Pier. Oben stehen 5 große Anhänger mit Heu, die jetzt in die Schute verladen werden. Futter für die Schafe, die Familie Matthiesen auf der einsamen Hallig hält?

Unter vollen Segeln

Um 11 Uhr ist das Wasser so weit gestiegen, dass wir aufbrechen können. Bei angenehmen Temperaturen und kaum Wind sitzt die gesamte Crew der Ronja auf dem Deck. Die Kajüte ist leer, und ich kann darin wunderbar schreiben. Trotzdem strecke ich ab und zu den Kopf ins Freie. Ideales Segelwetter, und unter vollen Segeln kreuzt die Ronja übers Watt. In der klaren Luft sind die Halligen Langeness, Nordstrandischmoor und Habel gut zu erkennen. Vor allem Langeness fasziniert mich mal wieder, mit seinen vielen Warften, die wie Perlen an einer Schnur aufgereiht sind. Mit vielen Wenden und Halsen steuert John von Eitzen uns durch die faszinierende Insel- und Halligwelt. Nur mit Mühe kann ich mich losreißen, um an meiner Reportage für morgen weiter zu arbeiten. Oben auf Deck ist es wesentlich schöner als im dusteren "Salon", und nur mit Mühe kann ich mich weiter auf meine Arbeit konzentrieren.

Am späten Nachmittag, wir laufen gerade Hallig Hooge an, habe ich meine Reportage fertig. Bis die Bilder bearbeitet und fertiggestellt sind, vergeht eine weitere Stunde. Hier auf Hooge funktioniert das mobile Internet wesentlich besser als in Pellworm. Bald sind Texte und Fotos an die Redaktion übertragen, und ich kann mich anderen Themen widmen.

Die Akkus für meinen Netbook kann ich in einer Hütte am Seglerhafen an die Steckdose hängen. Bis morgen sollten sie vollständig geladen sein. Mit Pjotr und Juliane sitze ich noch eine Weile an Deck, bevor es Zeit wird zum Schlafen. Wolken ziehen am Himmel auf, aber ich beschließe, trotzdem die Nacht im Freien zu verbringen.

 


 

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