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29. Juli 2010

Die Tour geht zu Ende - die Expedition geht weiter

29. Juli 2010 | 17:52 Uhr | Von Dr. Holger Schulz

John von Eitzen am Steuer der "Ronja".

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Das Wetter ist zu schlecht - die "Ronja" wird ihre Reise durchs Wattenmeer nicht fortsetzen. Die Serie "Expedition Wattenmeer" geht noch eine Woche weiter.

Die erste Nacht in der Kajüte. Dunkle Wolken, starker Wind und gelegentlicher Regen haben mich gestern Abend überzeugt, dass es besser wäre, ein Dach über dem Kopf zu haben. Ich hab gut geschlafen, und nun liegt der letzte Tag auf der Ronja vor mir. Die Hallig Gröde steht heute auf dem Programm. Aber als ich am Morgen die heftig im Wind flatternden Fahnen sehe, schwant mir Übles.

John von Eitzen hatte wohl den gleichen Gedanken. Aufmerksam lauscht er der langsamen, quäkenden Stimme aus dem Funkgerät. Der Wetterbericht, den er abhört, gibt keinen Grund zur Hoffnung, 8 bis 9 Windstärken sind heute möglich. Wir schauen uns nochmal die Seekarte an, und es ist klar: Unsere Fahrt nach Gröde fällt aus. Schade, denn den letzten Tag hätte ich gerne noch für eine spannende Geschichte genutzt. Aber zu tun gibt es trotzdem genug.

Weitere Reportagen werden folgen

Heute Abend geht das Team des sh:z von Bord. Hier, im Hafen von Wyk auf Föhr, endet unsere Tour auf der "Ronja" - aber die Expedition geht weiter. Viele Geschichten, die ich in den letzten 11 Tagen recherchiert und vorbereitet habe, konnten aus Zeitgründen bisher nicht gedruckt werden. In der nächsten Woche, bis zum 7. August, werden wir das nachholen und Ihnen täglich weitere spannende Berichte von der "Expedition Wattenmeer" in der Zeitung und auf www.watt-expedition.de präsentieren.

Nachdem ich die Texte und Fotos für die Zeitung am Freitag vorbereitet und an die Redaktion übermittelt habe, beginnt der unangenehme Teil der Expedition. Aufräumen und Packen ist angesagt, eine gar nicht so leichte Aufgabe, denn all die Ausrüstung, die bei der Ankunft auf dem Schiff säuberlich in Kisten und Taschen untergebracht war, ist jetzt in der ganzen Kajüte zerstreut. Kabel und Ladegeräte, Computer und Speicherkarten, Literatur und Notizen, jede Menge Kleinkram: Es dauert eine Weile, bis alles wieder richtig verstaut ist.

Um 18:45 geht unsere Fähre nach Dagebüll. Der Abschied von der Ronja, aber auch von den Menschen, mit denen ich die letzten zwei Wochen verbracht habe, wird nicht einfach.  Wie dem auch sei: Die Pläne für die nächste Tour werden schon geschmiedet. Wir alle freuen uns auf eine weitere Expedition - vielleicht im Wattenmeer, in der Nordsee oder  irgendwo sonst - Hauptsache, auf der Ronja und ihrer Crew.


 

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