DER LANGKAU-PROZESS

 

Familiendrama in Harrislee

Thomas Langkau in Berlin gefasst

20. Februar 2009 | 16:18 Uhr | Von Hauke Mormann/ddp

Rettungssanitäter bringen Thomas Langkau aus einem Hotel in den Rettungswagen. Foto: Berliner Zeitung

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"Thomas Langkau wies Schnitt- und Stichwunden im Hals- und Oberkörperbereich auf. Er wurde in ein Berliner Krankenhaus verbracht. Die Verletzungen sind nicht lebensgefährlich", teilte Kriposprecher Björn Goos in Flensburg mit. Der gesuchte Geschäftsmann aus Harrislee ist in einem Berliner Hotel in der Leipziger Straße im Stadtteil Mitte gefasst worden.

"Der Feuerwehr wurde in einem Hotel eine verletzte Person gemeldet. Daraufhin ist auch die Polizei zum Einsatzort gefahren", erklärte ein Sprecher der Polizei Berlin. Vor Ort hätten die Beamten dann festgestellt, dass es sich um den international gesuchten Thomas Langkau handelt.

Haftbefehl wird notfalls am Krankenbett verkündet

Nun wird Langkau in einem Berliner Krankenhaus behandelt. Wann er es verlassen kann, ist ungewiss. Goos: "Die Verkündung des bestehenden Haftbefehls durch einen Richter sowie die Vorführung des Beschuldigten wird voraussichtlich im Laufe des morgigen Tages erfolgen. Dies kann gegebenenfalls auch im Krankenzimmer stattfinden."

Donnerstag fanden Fahnder den gesuchten BMW 320i in Hamburg-Horn. Thomas Langkau hatte sich am Mittwoch per E-Mail an shz.de gewandt und gestanden, seine Frau Ricarda (36) und die gemeinsame Tochter Marie (7) umgebracht zu haben. Die beiden sind mit Messerstichen getötet worden. Als Motiv gab Langkau in der E-Mail an, bedroht worden zu sein. "Diesen Stress wollte ich meiner Familie nicht antun", schrieb er. Am Ende kündigte er seinen Selbstmord an.

Wirtschafts-Ermittler eingeschaltet

Mittlerweile ist auch das Kommissariat für Wirtschaftskriminalität in den Fall eingeschaltet, wie ein Polizeisprecher sagte. So sei ein Ermittlungsverfahren zu möglichen Insolvenzstraftaten von den Ermittlungen zum zweifachen Tötungsdelikt abgetrennt worden. Gegenstand seien die von dem 37-Jährigen in seiner E-Mail geschilderten Geschäftspraktiken seiner früheren Partner.

 


 

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