DAS SPARPAKET
Universität Flensburg
Fonds soll Wirtschaftswissenschaften retten
Können die Wirtschaftswissenschaften mit einem Fonds gerettet werden? Man hofft an der Flensburger Universität. Foto: Staudt / grafikfoto.de
Diesen Vorschlag macht der Arbeitgeberverband Flensburg-Schleswig-Eckernförde (AGV). Regionale Unternehmen von beiden Seiten der Grenze sollten einzahlen, sagte AGV-Geschäftsführer Fabian Geyer am Mittwoch und bestätigte damit Medienberichte. Nach den Sparplänen der Landesregierung in Kiel sollen in Flensburg die wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge gestrichen werden, der Universitätsstatus soll aber erhalten bleiben.
Weil die Zusammenarbeit mit Uni und Fachhochschule in Flensburg auch für die süddänische Universität in Sonderburg (SDU) wichtig sei, sollen auch dänische Firmen in den Fond für die Hochschulregion Flensburg investieren, sagte Geyer weiter. So soll jährlich ein hoher sechsstelliger Betrag zusammenkommen. "Mit dem Geld sollen Aufgaben übernommen werden, die den Standort weitertragen", betonte der Verbandschef. Der Fonds könne den Landeshaushalt entlasten, aber auch Projekte oder Stiftungsprofessuren finanzieren. Zudem ist dem Plan zufolge ein Beitrag der Studenten in Höhe von bis zu 80 Euro pro Semester vorgesehen.
Geyer betonte, die Arbeitgeber wollten im Fall eines Fonds auch bei der Verteilung der Mittel mitgestalten. "Die (drei) Hochschulen sollen langfristig enger zusammenrücken." Dennoch könne die Politik nicht aus ihrem Bildungsauftrag entlassen werden.
Leserkommentare
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Grad im Bereich der Wirtschaftswissenschaften sollte verstanden werden,dass die Haushaltskonsolidierung des Landes S-H notwendig ist.
Persönliche Eigeninteressen,etwa von Professoren,sollten da keine Rolle spielen.
Viel schlimmer finde ich aber,dass nun aus einer scheinbaren Not heraus die "Wirtschaft/Unternehmen" zum Träger der Lehre werden sollen.
Wenn dies die Zukunft ist dann dauert es nicht lange, und Pharmaunternehmen übernehmen die Mediziner-Ausbildung oder die Trägerschaft von kommunalen Krankenhäusern.
Wie kann nur einer der Studenten/Professoren glauben,dass Flensburg nicht längst geschlossen worden wäre,wenn die Fach-/Hochschulen in S-H allesamt in privater Trägerschaft wären?!Zumindest bei der derzeitigen Kostenlage.
Ich protestiere gegen Studiengebühren öffne mich aber gleichzeitig dem Einfluss der Wirtschaft auf meine Lehre.
Das ist grundsätzlich falsch und ethisch verwerflich.
Keinem Unternehmen war oder ist es unbenommen,Geldmittel der Uni in Form von Spenden o.ä. zukommen zu lassen.