LESESTOFF

 

Lesestoff

Holzschnitt für stählerne Schiffe

26. Februar 2009 | 10:01 Uhr | Von Kay Müller

Krimis mit viel Lokalkolorit werden immer beliebter. Nicht nur in kleinen regionalen Verlagen, auch in größeren Häusern setzen die Lektoren auf den Widererkennungseffekt. Und so hat Boris Meyn nun schon seinen fünften historischen Krimi geschrieben, der wie seine Vorgänger gewohnt kurzweilig daher kommt – kleine unlogische Details nicht ausgeschlossen.

Der Anwalt Sören Bischop muss diesmal versuchen, die Unschuld seines Ziehsohns zu beweisen, der in einen Mord auf der Reeperbahn verwickelt ist. Das führt den Leser ins Hamburg des Jahres 1902, dessen Schilderung allerdings gewohnt holzschnittartig daher kommt. Die Verbindung einfacher sozialdemokratischer Arbeiter mit der bürgerlichen Intelligenz wirkt doch sehr gekünstelt – ebenso wie die Verbindung der Reichsmarine in dubiose Machenschaften rund um die Aufrüstung der Flotte. Und auch der Fall ist nicht immer schlüssig. Ein bisschen mehr Geduld beim Schreiben hätte dem Roman gut getan.

Boris Meyn: Die Schattenflotte, Rowohlt, ISBN-10: 3499247054, ISBN-13: 978-3499247057, 8,95 Euro


 


 

 

SHZ.DE MOBIL

Auch unterwegs bestens informiert!

Mit der iPhone-App und dem Mobilportal von shz.de haben Sie die neuesten Nachrichten aus Schleswig-Holstein immer zur Hand.

Weitere Informationen...

 
 

BUCHVERKAUF

Ihr (Enkel-) Kind ist der Held!
Verschenken Sie ein Kinderbuch, in dem Ihr Liebling die Hauptperson spielt.
Mehr Infos finden Sie hier

 
INSTITUT50PLUS
Lebendig leben...
Angebote für eine aktive Lebensgestaltung
 
HÄUFIG GELESEN

Ex-Tafel wehrt sich gegen neue Vorwürfe

"Flensburger Gaben" schon wieder in der Kritik: Werden Russlanddeutsche bei der Ausgabe von einer ...mehr

 
 


KONTAKT | IMPRESSUM | AGB | DATENSCHUTZ