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Sport

07. Dezember 2016 | 23:23 Uhr

US Open 2016 : Weltrangliste: Angelique Kerber erhöht Druck auf Serena Williams

vom

Schritt für Schritt zur Nummer eins: Angelique Kerber steht zum zweiten Mal nach 2011 im Viertelfinale der US Open und kommt ihrem Traum von Platz eins in der Weltrangliste immer näher.

NEW YORK | Angelique Kerber zieht souverän und ohne Satzverlust zum zweiten Mal nach 2011 ins Viertelfinale der US Open ein. Die Weltranglisten-Zweite entschied am Sonntag (Ortszeit) das Duell der Linkshänderinnen mit der zweimaligen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova 6:3, 7:5 für sich und hat bei den US Open erneut die Möglichkeit, die Amerikanerin Serena Williams nach 186 Wochen als Nummer eins der Tennis-Weltrangliste abzulösen.

Nach dem überraschenden Aus der French-Open-Siegerin und an Nummer drei gesetzten Spanierin Garbiñe Muguruza hat lediglich Agnieszka Radwanska aus Polen ebenfalls theoretische Chancen, die Führung zu übernehmen. Vor dem Viertelfinale ergeben sich vielfältige Szenarien.

So wird Kerber Nummer eins:

- Bei einem US-Open-Sieg wäre Kerber definitiv die neue Nummer eins.

- Bei einer Finalniederlage wird Kerber Nummer eins, wenn Serena Williams nicht das Endspiel erreicht (unabhängig vom Abschneiden von Radwanska).

- Scheidet Kerber im Viertel- oder Halbfinale aus, wird sie Nummer eins, wenn Williams nicht ins Endspiel einzieht und Radwanska nicht den Titel gewinnt.

So bleibt Williams Nummer eins:

- Serena Williams muss mindestens das Finale erreichen, sonst verliert sie definitiv Rang eins.

- Gewinnt Williams die US Open, bleibt sie Weltranglisten-Erste und löst dann Steffi Graf mit 187 Wochen nacheinander an der Spitze als alleinige Rekordhalterin in dieser Rubrik ab.

- Kommt es wie bei den Australian Open und in Wimbledon zu einem Finale zwischen Kerber und Williams, ist die Gewinnerin Nummer eins.

Weil die 28-Jährige aus Kiel im vergangenen Jahr bereits in der dritten Runde ausschied, hat sie nicht viele Punkte zu verteidigen. Ihr Rückstand auf Williams in der Rangliste beträgt nur 190 Zähler. Durch Kerbers Viertelfinal-Einzug steht fest, dass Williams das Endspiel erreichen muss, um ihre Spitzenposition nicht zu verlieren. Sollten Kerber und Williams im Finale stehen, wäre die Siegerin auch die Nummer eins.

„Als Kind habe ich davon geträumt. Jetzt kann es passieren, aber ich darf mir deswegen keinen Druck machen und nicht zu viele Gedanken im Kopf haben“, sagte Kerber, als sie am Sonntagabend um 23 Uhr Ortszeit den internationalen Berichterstattern Auskunft erteilen musste.

Nach einem enttäuschenden Erstrunden-Aus 2011 in Wimbledon stand Angelique Kerber kurz davor, ihre Profikarriere aufzugeben. Die Kielerin fasste mit dem bald darauffolgenden Einzug in das Halbfinale der US Open 2011 neuen Mut und ließ eine beispiellose Entwicklung folgen, die mit dem Gewinn der diesjährigen Australian Open gekrönt wurde. Jetzt hat es Kerber bei den US Open selbst in der Hand, es ihrem Kindheitsidol Steffi Graf nachzumachen und die Führung in der Weltrangliste zu übernehmen.

Bis zu einem möglichen Finale sind es auch noch zwei Schritte. Im Viertelfinale wartet am Dienstag Roberta Vinci. Die Italienerin hat im vergangenen Jahr im Halbfinale völlig überraschend Serena Williams aus dem Turnier geworfen - als alle nur noch vom bevorstehenden vierten Grand-Slam-Triumph in einem Jahr der Amerikanerin sprachen.

Das Spiel hat Kerber damals nicht gesehen, aber sie ist gewarnt und sagt deshalb: „Es ist noch ein weiter Weg.“

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erstellt am 02.Sep.2016 | 12:32 Uhr

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