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08. Dezember 2016 | 23:15 Uhr

Schwimmen : Wasserspringer Hausding verpasst 27. EM-Medaille

vom

Nach dem zweiten Sprung konnte Patrick Hausding eigentlich schon seine Kräfte für direkt folgende nächste EM-Entscheidung schonen. Der Berliner Wasserspringer verpasste bei den Schwimm-Europameisterschaften in London als Fünfter vom Drei-Meter-Brett seine 27. EM-Medaille.

Ein verpatzter dreieinhalbfacher Auerbach gehechtet kostete Hausding am Donnerstag früh nahezu alle Chancen. Der Dresdner Martin Wolfram sprang in seiner Neben-Disziplin auf Platz neun. Europameister wurde Jewgeni Kusnetsow aus Russland vor dem britischen WM-Zweiten Jack Laugher und dem Ukrainer Illja Kwascha.

«Patrick ist ein großer Kämpfer. Was er alles hatte: Schulter, Knie, Spritze. Mal sehen, wie die Kraft reicht», sagte Bundestrainer Lutz Buschkow über den angeschlagenen Hausding. Er hatte im Vergleich zur Vorsaison seine Schwierigkeitsgrade gesteigert. Der 27-Jährige zeigte neben dem Auerbachsalto erstmals in einem internationalem Einzel-Wettkampf einen viereinhalbfachen Salto vorwärts. Doch der Mut zum Risiko wurde nicht belohnt.

Den Auerbachsalto brachte Hausding nicht gerade ins Wasser, Punkte nur zwischen 3,5 und 4,5 warfen ihn schon nach dem zweiten von sechs Sprüngen weit zurück. Auch dank des geglückten Delfinsaltos kämpfte sich Hausding von Platz elf vor dem letzten Sprung noch auf Rang vier vor, die Medaille war aber nicht mehr möglich.

Martin Wolfram aus Dresden zeigte bis auf einen misslungenen Delfinsalto eine solide Leistung. Der Turm-Europameister von 2015 kann derzeit wegen Arthrose im Schultereckgelenk noch nicht im Wettkampf von der Zehn-Meter-Plattform springen. Wolfram hofft auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio vom 5. bis 21. August. «Die Schulter ist noch nicht schmerzfrei. Das hindert mich daran, frei zu springen», sagte er.

Unmittelbar nach dem Finale vom Drei-Meter-Brett musste Hausding gemeinsam mit Sascha Klein im Synchron-Wettbewerb vom Turm antreten. Das Duo konnte seinen neunten EM-Titel in Serie feiern. Hausding hatte den ungewöhnlichen Zeitplan mit zwei olympischen Wettbewerben nacheinander zuvor kritisiert. «Das, was Patrick zu leisten hat, ist enorm schwierig. Der Wechsel vom Brett direkt vom Turm ist eine unheimlich starke Belastung. Großen Respekt», sagte Wolfram.

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erstellt am 12.Mai.2016 | 22:27 Uhr

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