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11. Dezember 2016 | 01:26 Uhr

Schwimmen : Wasserspringer am vorletzten EM-Tag ohne Fortune

vom

Ein Blitzlicht und Trainingsrückstand haben den deutschen Wasserspringern mögliches EM-Edelmetall gekostet. Für Medaillenhoffnung Tina Punzel reichte es bei den Schwimm- Europameisterschaften in London vom Drei-Meter-Brett zu Platz sieben vor Teamkollegin Nora Subschinski.

Das junge Sprung-Paar Christina Wassen und Timo Barthel lag nach den Kürsprüngen vom Turm auf Platz zwei, bis ein Blitzlicht Barthel irritierte. Der 19-Jährige verpatzte so seinen dreieinhalbfachen Salto. «Es war ein Fehler. Ich hoffe, dass mir so was nicht noch mal passiert», sagte Barthel nach Platz fünf. Ein deutscher Protest war von vornherein aussichtslos.

Die 17-jährige Wassen hatte das Kommando zum Anlauf gegeben, als Barthel in diesem Moment in das Blitzlicht schaute. «Ich habe versucht, hinterherzulaufen und dabei nicht auf meinen eigenen Sprung geachtet. Dadurch habe ich beim Absprung die Kante verpasst», beschrieb Barthel das Malheur. Der Dresdner bekam seinen Sprung nicht fertig, die Kampfrichter quittierten das Eintauchen voller Spritzer mit hohen Abzügen. «Schade, sonst wäre eine Medaille drin gewesen. Aber wir werden mit beiden in dieser Disziplin viel Freude haben», sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. Die EM-Premiere dieses Wettbewerbs gewannen Julija Prokoptschuk/Maxim Dolgow (Ukraine).

Zuvor war die kleine EM-Medaillenserie vom Drei-Meter-Brett gerissen. Tina Punzel und Nora Subschinski waren im Aquatics Centre mit suboptimalen Sprüngen früh ohne Chance. «Sie haben nicht das abgerufen, was sie können. Das ist das, was mich ein bisschen ärgert», sagte Buschkow. Seit 2012 hatten deutsche Springerinnen jeweils EM-Medaillen gewonnen. Den Sieg sicherte sich Rekord-Europameisterin Tania Cagnotto. Die Italienerin holte ihr 18. EM-Gold und die 28. EM-Medaille. Zweite wurde die Niederländerin Uschi Freitag, die 2012 noch für Deutschland EM-Silber geholt hatte.

Punzel, im Vorjahr in Rostock noch EM-Dritte, war beim Training vom Turm mit dem Nacken weggeknickt und konnte zwei Wochen nicht richtig trainieren. Das wirkte sich auf die Sicherheit ihrer Sprünge aus. «Morgen werden wir im Synchronspringen nochmal angreifen», sagte die Europameisterin von 2013 aus Dresden. Punzel tritt am Sonntag mit Subschinski gemeinsam vom Drei-Meter-Brett an.

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erstellt am 14.Mai.2016 | 19:42 Uhr

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