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10. Dezember 2016 | 13:50 Uhr

Motorsport : Verstappen Schnellster - Hamilton 30 Plätze nach hinten

vom

Nicht Nico Rosberg, nicht Lewis Hamilton - für die Tagebestzeit beim Warmfahren für das erste Rennen nach den Formel-1-Ferien hat Fast-Lokalmatador Max Verstappen gesorgt.

Der 18 Jahre alte, in Belgien geborene Niederländer und sein australischer Teamkollege Daniel Ricciardo bestätigten am Freitag Rosbergs Vorahnungen: Im Kampf um den Sieg beim Großen Preis von Belgien an diesem Sonntag muss er das Red-Bull-Duo fürchten. Umso besser das Fazit aus Rosbergs Sicht nach dem Training: «Was das Auto betrifft, scheinen wir schnell zu sein.»

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hat dennoch erstmal die geringsten Siegchancen - theoretisch. Wie erwartet sammelte der Brite im Training Strafplätze en masse - wegen zweier neuer Antriebseinheiten muss er von ganz hinten in den 13. WM-Lauf starten. Nach dem Ende der zweiten anderthalbstündigen Session kam Hamilton auf eine Strafversetzung um 30 Plätze. Würden noch weitere im Training am Samstag hinzukommen, würden sie angesichts von 22 Startern keine Rolle mehr spielen.

Im Training am Nachmittag hielt sich der dreimalige Weltmeister und 49-malige Grand-Prix-Gewinner dann auch etwas zurück. Nach Platz zwei am Morgen hinter Rosberg mit einem Rückstand von satten 0,730 Sekunden begnügte sich Hamilton am Nachmittag mit Platz 13. «Für mich war das ein einfacher Tag, aber ein harter für die Jungs in der Garage mit den ganzen Motorenwechseln», meinte Hamilton.

Rosberg wurde im zweiten Training Sechster. Das große Problem: Alle waren praktisch mit anderen Strategien unterwegs, Rückschlüsse noch schwieriger als sonst. Der gebürtige Wiesbadener stellte aber fest: «Die Reifen haben stark abgebaut, das am Sonntag im Griff zu haben, wird sehr wichtig sein.»

Vor ihm landeten am Nachmittag neben Verstappen und Ricciardo auch noch Nico Hülkenberg im Force India, Sebastian Vettel im Ferrari und Sergio Perez in einem weiteren Force India. Im ersten Training hatte Vettel den fünften Platz belegt. «Ein ziemlich kniffliger Tag», meinte Vettel und sprach wie Rosberg die Schwierigkeiten mit den Reifen an. Egal mit welchen, sei es rutschig gewesen. Zudem habe er mit der Balance des Ferraris zu kämpfen gehabt. «Aber das liegt an uns, wir müssen den Wagen verbessern.»

Der viermalige Weltmeister konnte zu seinen Red-Bull-Zeiten schon zweimal in Spa-Francorchamps gewinnen. Mit Ferrari wartet der 29-Jährige in diesem Jahr aber noch auf den ersten Sieg.

Noch nie auf dem legendären und mit 7,004 Kilometern längsten Kurs im Rennkalender konnte Rosberg gewinnen. Der 19-malige Grand-Prix-Sieger will auch diesen Bann brechen und seinen 19-Punkte-Rückstand auf Hamilton im Klassement mindestens verringern. Bestenfalls könnte sich Rosberg sogar die WM-Führung zurückerobern, nachdem er im vorletzten Grand Prix vor der Sommerpause den ersten Gesamtplatz hatte abgeben müssen.

Durch Hamiltons Strafversetzung könnte der Weg frei sein. Rosberg mahnte aber schon am Donnerstag und erinnerte an das Resultat beim Deutschland-Rennen, wo er hinter Sieger Hamilton sowie Ricciardo und Verstappen Vierter geworden war. Zudem waren es die beiden Red-Bull-Piloten, die als einzige bislang die Pole- und Siegdominanz der Silberpfeile durchbrechen konnten: Verstappen holte sich in Barcelona den Sieg, Ricciardo in Monte Carlo die Pole.

Und vor allem Verstappen dürfte doppelt motiviert sein. Belgische Zeitungen riefen bereits die «Max Mania» aus, die Veranstalter sprechen vom «Max Effekt». Im Klassement belegt Verstappen den sechsten Rang (115 Punkte) mit fünf Punkten Rückstand auf Vettel und sieben auf dessen Ferrari-Teamkollegen Kimi Räikkönen. Ricciardo sammelte bislang 18 Punkte mehr als Verstappen. An der Spitze liegt Hamilton mit 217 Zählern, Rosberg kommt auf 198.

Eine starke Vorstellung im zweiten Training zeigte Pascal Wehrlein. Nachdem sein neuer Manor-Teamkollege Esteban Ocon am Morgen über eine Sekunde schneller gewesen war, kam der 21 Jahre alte DTM-Champion von 2015 auf den elften Rang und war nun seinerseits fast eine Sekunde schneller als sein französischer Kollege.

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erstellt am 26.Aug.2016 | 17:28 Uhr

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