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26. September 2016 | 21:02 Uhr

Eishockey-Saison startet : Verkürzte DEL-Saison - Ein Neuling, alle Spiele live

vom

Am Freitag startet die DEL in ihre 23. Saison. Auch diesmal soll wieder ein Zuschauerrekord her. Erstmals sind alle Spiele live im Fernsehen zu sehen, die Saison ist wegen der Heim-WM verkürzt.

Die Deutsche Eishockey Liga boomt. Auch in der am Freitag (19.30 Uhr) beginnenden 23. Saison soll ein Zuschauerrekord her - zum fünften Mal nacheinander. Die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven sind erstmals mit dabei, zudem sind künftig alle Spiele live im Fernsehen zu sehen.

Wer ist der Favorit?

Topfavoriten sind Titelverteidiger EHC Red Bull München und die Adler Mannheim, der Meister von 2015. Etat-Krösus ist laut Schätzungen München dank des Namenssponsors (12,5 Millionen Euro). Mannheim und Köln sollen mit je 11,5 Millionen Euro folgen.

Wer sind die Konkurrenten?

Auf dem Papier dürften die Kölner Haie den größten Qualitätssprung gemacht haben. Vom Selbstverständnis her ist der Traditionsclub ohnehin jedes Jahr Titelkandidat, zuletzt wurden sie dem selten gerecht. In dieser Saison haben sie jedoch einige Trainer auf dem Zettel. Aber: Die Erfahrung zeigt, dass nur selten die Clubs mit den meisten vermeintlichen Top-Transfers auch um den Titel spielen. Die Liga ist ausgeglichen wie kaum eine andere in Europa.

Wer sind die größten Stars?

In Mannheim könnte Marcel Goc auftrumpfen. Der Kapitän der Nationalmannschaft kehrte vergangene Saison aus der NHL zurück, fiel aber mehr oder weniger die komplette Spielzeit verletzt aus. Nun ist er fit und spielte zuletzt im Nationalteam immer noch auf herausragendem NHL-Niveau. Münchens Michael Wolf, Nürnbergs Patrick Reimer und Düsseldorfs Daniel Kreutzer liefern sich einen Kampf um den inoffiziellen Titel des DEL-Rekordtorschützen. In Nürnberg spielt in Steven Reinprecht der Spieler mit der größten NHL-Erfahrung. Kölns neuer Kanadier Max Reinhart könnte der Top-Zugang sein.

Was ist neu in der Liga?

Neu sind die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, die unverhofft aus der zweiten Liga in die eigentlich nach wie vor geschlossene Gesellschaft der DEL aufsteigen durften. Da die Anschutz Group den Standort Hamburg und damit die Freezers fallen ließen, wurde eine DEL-Lizenz frei. Nur Bremerhaven kam als Nachrücker aus der DEL 2 infrage. Für den Nordseeclub ist die DEL ein Abenteuer, der Club hat den mit Abstand geringsten Etat mit geschätzten 3,8 Millionen Euro. «Wer dieses Team unterschätzt, kann schnell eine böse Überraschung erleben», meinte der «Trainer des Jahres» Christof Kreutzer von der DEG dennoch. Neu ist auch das Format der Verlängerung. Die Overtime bei Unentschieden wird künftig mit nur jeweils drei Feldspielern pro Team gespielt.

Worauf können sich die Fans freuen?

Viermal nacheinander sorgte die DEL zuletzt für einen Zuschauerrekord. Mit durchschnittlich 6765 Zuschauern ist sie die beliebteste Liga außerhalb des Fußballs. Dies liegt auch an der Ausgeglichenheit. In den vergangenen zehn Jahren gab es fünf verschiedene Meister. Ein besonderes Event steigt am 7. Januar: Dann spielen die Schwenninger Wild Wings in der Fußballarena von Sinsheim gegen die Adler Mannheim. Es ist das dritte sogenannte Winter Game, das unter freiem Himmel stattfindet. Zuletzt hatte das rheinische Derby zwischen Düsseldorf und Köln im Januar 2015 mit über 50 000 Zuschauern für einen DEL-Rekord gesorgt.

Gibt es Besonderheiten?

Die Saison ist wegen der Heim-WM im Mai 2017 um eine Woche verkürzt und dauert bis maximal zum 21. April. Selbst wenn der neue Meister erst nach sieben Finalspielen feststehen sollte, hätte Bundestrainer Marco Sturm noch zwei Wochen Zeit, sich mit seinem kompletten Kader auf die WM vorzubereiten. Dies liegt aber nicht am Entgegenkommen der DEL, sondern daran, dass Sturm auf die sonst übliche Länderspielpause im Februar verzichtet. In der Zeit spielt die Liga diesmal weiter.

Wo und wie sind die Spiele im Fernsehen zu sehen?

Erstmals überhaupt werden alle Spiele im Fernsehen übertragen. Der neue Medienpartner Telekom zeigt wie im Basketball alle Spiele live. Für Telekomkunden - egal, ob TV- (Entertain), Internet- oder Mobilfunkkunden - ist dies zunächst kostenlos. Nicht-Telekomkunden bezahlen für einen Zugang 9,95 Euro im Monat im Jahresabo oder 16,95 Euro für Einzelmonate. Aus dem Free-TV verschwindet die DEL aber nicht. Auch Sport 1 zeigt ein Spiel pro Woche live. Den Anfang machen an diesem Freitag die Kölner Haie gegen Champion München (19.30 Uhr).

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erstellt am 15.Sep.2016 | 08:49 Uhr

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