zur Navigation springen

Weitere Sportarten

08. Dezember 2016 | 01:18 Uhr

Triathlon : Triathleten kämpfen in Frankfurt um EM-Titel

vom

Hoch über den Dächern Frankfurts sinniert Triathlet Sebastian Kienle über den bevorstehenden Ironman. Sein Blick fällt auf die Laufstrecke am Mainufer.

«Ich muss schon die Gardinen zumachen, denn der Anblick kostet mich gefühlt Energie», erklärte der Top-Favorit auf den Europameistertitel schmunzelnd. Wenige Meter entfernt stehen die Kontrahenten. «Leider hat die Olympia-Teilnahme nicht geklappt, zum Trost bin ich nach Frankfurt gekommen», sagte der Freiburger Mitfavorit Andreas Böcherer, der im Vorjahr Dritter wurde.

Der US-Amerikaner Tim O'Donnell will den beiden Deutschen den Sieg am Sonntag streitig machen und sich in Frankfurt auf den Saisonhöhepunkt in Hawaii vorbereiten. «Was gibt es Besseres, als in Deutschland gegen die Deutschen zu laufen. Nach Hawaii ist das hier das härteste Teilnehmerfeld», sagte der WM-Dritte von 2015.

Bei den Frauen ist Titelverteidigerin und Weltmeisterin Daniela Ryf aus der Schweiz das Maß aller Dinge. Chancen rechnen sich auch Lokalmatadorin Natascha Schmitt sowie die Australierin Melissa Hausschildt aus. «Ich will persönliche Bestzeit laufen. Alles andere kann ich nicht beeinflussen. Von einem Sieg kann ich höchstens träumen», erklärte Schmitt. Für die aus Bad Soden stammende 30-Jährige sei der Druck dieses Mal höher. «An keinem Punkt der Laufstrecke wird es jemanden geben, der mich nicht kennt», sagte sie.

Der Sieg wird aber wohl wieder nur über Ruf gehen, die etwas tief stapelt. «Das hier ist der erste Test. Ich bin schon in der Lage, neun Stunden etwas zu leisten. Aber beim Ironman kann viel passieren. Unschlagbar ist auf dieser Distanz niemand», sagte die 29-Jährige.

Auf das ganz große brisante deutsche Duell zwischen Kienle und Titelverteidiger Jan Frodeno müssen die Zuschauer verzichten. Weltmeister Frodeno startet nicht. «Ich hätte mich gefreut, ein Re-Match zu bekommen. Klimatisch wären die Bedingungen wohl eher auf meiner Seite gewesen. So ein Duell kostet aber auch Kraft. Jan ist mein Wunsch- und Angstgegner zugleich», sagte Kienle.

Insgesamt gehen über 3000 Triathleten aus 65 Ländern bei der Ironman-Europameisterschaft über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den abschließenden Marathonlauf über 42,195 Kilometer an den Start. Nicht umsonst bezeichnete Ironman-Europamanager Hans-Peter Zurbrügg aus der Schweiz das Ereignis als «Flaggschiff». Dessen Chef Andrew Messick bestätigt dies: «Frankfurt ist speziell. Nach Hawaii ist das die größte und professionellste Veranstaltung. Das Interesse wird immer größer. Jeder will hierherkommen», sagte der Geschäftsführer der Internationalen Triathlon Union (WTC).

Homepage Veranstalter

zur Startseite

von
erstellt am 30.Jun.2016 | 14:38 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert