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10. Dezember 2016 | 08:01 Uhr

Triathlon : Triathlet Kienle erneut Ironman-Europameister

vom

Sebastian Kienle ist seiner Favoritenrolle beim Ironman Germany gerecht geworden und hat sich bei der Triathlon-Europameisterschaft in Frankfurt am Main den zweiten Sieg gesichert.

Nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und einem abschließenden Lauf über die Marathonstrecke von 42,195 Kilometern überquerte der Welt- und Europameister von 2014 am Sonntag nach 7:52:43 Stunden 57 Sekunden vor Andreas Böcherer die Ziellinie auf dem Römerberg. «Die letzten vier, fünf Kilometer waren nicht mehr so gut», sagte der erschöpfte Kienle.

Eine Überraschung gab es bei den Frauen mit dem Sieg der Australierin Melissa Hauschildt. Die 33-Jährige profitierte vom frühzeitigen Ausstieg der Vorjahressiegerin Daniela Ryf aus der Schweiz. Sie kam unterkühlt nach dem Schwimmen aus dem Wasser und musste nach wenigen Rad-Kilometern erschöpft aufgeben. «Das hat mich richtig durchgeschüttelt. Davon habe ich mich nicht mehr erholt», sagte Ryf.

Hauschildt sicherte in 9:01:17 Stunden den Titel und beeindruckte mit ihrer Aufholjagd beim Marathon. Bis 23 Kilometer vor dem Ziel hatte Natascha Schmitt aus Bad Soden geführt. Dann verließen sie die Kräfte und sie fiel auf Platz vier zurück. Hinter Hauschildt sicherten sich Katja Konschak (Halle/9:09:58) und Daniela Sämmler aus Darmstadt (9:13:23) die Plätze auf dem Treppchen.

Kienle wollte seinen mutigen Auftritt mit der starken Endzeit nicht als Kampfansage an Vorjahressieger und Freund Jan Frodeno, der im letzten Jahr bei sengender Hitze den Streckenrekord auf 7:49:48 Stunden stellte, nicht verstanden wissen. «Das ist Quatsch, die Verhältnisse kann man nicht vergleichen», meinte Kienle.

Bei der Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii werden sich Kienle und Frodeno, der in zwei Wochen bei der Challenge in Roth startet, wiedersehen. Dann wird auch Böcherer dabei sein, der seine Marathonzeit gleich um zehn Minuten auf 2:45 Stunden steigerte. «Ich bin super zufrieden, es hat brutal Spaß gemacht», sagte der Freiburger, der zum Schluss den Rückstand noch verkürzen konnte. Der Spanier Eneko Llanos wurde Dritter (8:09:08).

Kienle ließ sich von mehr als vier Minuten Rückstand nach dem Schwimmen und einer abgesprungenen Kette an seinem Rad nicht stoppen. Der 31-Jährige gilt als überragender Pedaleur, auch wenn ihm bei der Hitzeschlacht im vergangenen Jahr sein Freund und Kontrahent Frodeno das Hinterrad gezeigt hatte. Meter um Meter holte Kienle auf, nach 180 Kilometern durch die Wetterau und zurück in die Mainmetropole trennten den Mann aus Mühlacker sowie Böcherer und Llanos, der 2013 in Frankfurt siegte, ganze vier Sekunden.

Auf der Marathon-Distanz am Main entlang drehte Kienle so richtig auf, Böcherer aber ließ sich bei einsetzendem leichten Regen nicht abschütteln und folgte dem Welt- und Europameister von 2014. Kienle lief zeitweise mehr als eine Minute Vorsprung heraus. Doch am Ende schwanden auch beim ihm die Kräfte und Böcherer konnte noch einmal den Rückstand verkürzen.

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erstellt am 03.Jul.2016 | 16:23 Uhr

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