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Tennis

06. Dezember 2016 | 22:54 Uhr

Tennisturnier in Flushing Meadows : Angelique Kerber eröffnet Titeljagd bei US Open

vom

Neben Titelfavoritin Angelique Kerber stehen bei den Damen besonders die Fed-Cup-Spielerinnen Andrea Petkovic und Sabine Lisicki im Fokus. Bei den Herren erwartet Dustin Brown eine schwere Aufgabe.

Mit einer Pflichtaufgabe gegen die Nummer 120 der Weltrangliste startet Angelique Kerber am Montag in die US Open. Die Australian-Open-Siegerin und Olympia-Zweite trifft im zweiten Spiel (Beginn ca. 19 Uhr MESZ/Eurosport) auf dem Center Court auf Polona Hercog aus Slowenien.

 

Insgesamt sind am ersten Tag des letzten Grand-Slam-Turniers der Tennis-Saison acht deutsche Profis im Einsatz. Ein Überblick über die Ansetzungen am Montag:

Die deutschen Damen:

Zehn Spielerinnen aus dem Aufgebot des Deutschen Tennis Bundes haben sich einen Platz im Hauptfeld gesichert. Sechs von ihnen sind am Montag im Einsatz. Im ersten Spiel des Tages (17 Uhr MESZ) darf Anna-Lena Friedsam aus Andernach gegen die Vorjahresfinalistin und damalige Halbfinal-Bezwingerin von Serena Williams, die Italienerin Roberta Vinci, auf den Center Court. Anschließend trifft Angelique Kerber im Arthur Ashe Stadium auf Polona Hercog aus Slowenien.

Aus deutscher Sicht versprechen auch die Auftritte von Andrea Petkovic und Sabine Lisicki Spannung. Petkovic geht gegen die Slowakin Kristina Kucova als Favoritin in die Partie. Die zuletzt kontinuierlich schwächelnde frühere Wimbledon-Finalistin Lisicki bekommt es mit der unbequemen Kasachin Julia Putinzewa zu tun. Mona Barthel aus Neumünster spielt gegen die Amerikanerin Christina McHale, die Hamburgerin Carina Witthöft gegen Misaki Doi aus Japan.

Die deutschen Herren:

Acht deutsche Herren gehen bei der mit der Rekordsumme von 46,3 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung in Flushing Meadows an den Start. Die Partie des zuletzt verletzten Philipp Kohlschreiber und das deutsche Erstrunden-Duell zwischen Alexander Zverev und Daniel Brands stehen erst am Dienstag auf dem Programm.

Vor einer schweren Aufgabe steht Dustin Brown (Winsen/Aller) in der Nacht zu Dienstag deutscher Zeit (1 Uhr MESZ) gegen den kanadischen Wimbledonfinalisten Milos Raonic. Der Hamburger Mischa Zverev strebt nach seinen drei Siegen in der Qualifikation gegen Pierre-Hugues Herbert aus Frankreich eine weitere Überraschung an.

Die Favoriten:

Neben der Weltranglisten-Zweiten Kerber bestreitet auch die an Nummer drei gesetzte Spanierin Garbine Muguruza (gegen die belgische Qualifikantin Elise Mertens) ihre Auftaktpartie am Montag. Bei den Herren betritt der Spanier Rafael Nadal nach Kerber den Center Court für sein Erstrunden-Duell mit Denis Istomin aus Usbekistan.

Unmittelbar nach der offiziellen Eröffnungsfeier (ca. 1.30 Uhr MESZ) trifft der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic im ersten Match der sogenannten Night Session auf den Polen Jerzy Janowicz.

Schlaglichter aus Kerbers Karriere

Bis zu ihren Karriere-Höhepunkten bei den Grand-Slam-Turnieren in Australien und Wimbledon war es für Angelique Kerber ein langer Weg. Zwischenzeitlich wollte sie ihre Karriere bereits beenden. Doch dann triumphierte sie in Melbourne als erste Deutsche seit Steffi Graf bei den French Open 1999 bei einem Grand-Slam-Turnier.

Schlaglichter ihrer Karriere:

2003: In Berlin ist Kerber mit 15 erstmals bei einem WTA-Turnier dabei. Nach einem Sieg gegen die spätere Wimbledonsiegerin Marion Bartoli scheidet sie aber in der zweiten Runde der Qualifikation aus.

2006: Im belgischen Hasselt steht Kerber erstmals bei einem WTA-Turnier im Hauptfeld. Im Achtelfinale verliert sie gegen die spätere Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic aus Serbien.

2007: Kerber gewinnt vier Titel auf der zweitklassigen ITF-Ebene. Am 14. Mai ist sie erstmals in den Top 100. In 's-Hertogenbosch erreicht sie ein Viertelfinale auf der WTA-Tour. Bei den French Open, Wimbledon und den US Open taucht ihr Name im Hauptfeld auf, sie scheitert aber jeweils zum Auftakt. In der Relegation der Weltgruppe tritt sie zum ersten Mal für das Fed-Cup-Team an.

2008: Bei den Australian Open zieht sie erstmals in die zweite Runde eines Grand Slams ein. Sie schließt das Jahr mit zwei ITF-Titeln ab.2009: Auf der WTA-Tour und bei den Grand Slams kommt Kerber nicht über die zweite Runde hinaus. Sie gewinnt einen ITF-Titel.

2010: Am 5. Juli steht die Kielerin erstmals in den Top 50. In Bogota erreicht sie erstmals ein Finale auf der WTA-Tour. In Luxemburg am Ende der Saison ist für sie noch ein Halbfinale drin.

2011: Beinahe wäre Schluss gewesen, bevor die Karriere so richtig begonnen hatte. Kerber dachte daran, aufzuhören. Ein frühes Scheitern nach dem anderen reihte sie aneinander. Doch dann zog sie bei den US Open als Weltranglisten-92. sensationell ins Halbfinale ein.

2012: Der Durchbruch: Top 20 im Februar, Top 10 im Mai, Top 5 am 22. Oktober. Kerber feiert in Paris und Kopenhagen ihre ersten WTA-Titel. In Wimbledon erreicht sie ihr zweites Grand-Slam-Halbfinale. In Cincinnati besiegt sie zum einzigen Mal vor ihrem Erfolg bei den Australian Open Serena Williams.

2013: Kerber gewinnt das Turnier in Linz, beendet das Jahr als Neunte wieder unter den Top Ten. Erstmals nimmt sie an den WTA Finals teil, der Weltmeisterschaft der besten acht Spielerinnen der Saison.

2014: In den Top Ten ist sie etabliert. Viermal steht sie in einem Endspiel, gewinnt aber keinen Titel. Mit dem Fed-Cup-Team muss sie den Final-Triumph in Prag den Tschechinnen überlassen.

2015: Die deutsche Nummer eins gewinnt die Turniere in Charleston, Stuttgart, Birmingham und Stanford, holt damit so viele WTA-Titel wie in keinem Jahr zuvor. Bei den Grand Slams schafft sie es nicht über die dritte Runde hinaus. Mit Victoria Asarenka liefert sie sich bei den US Open ein Match, das als eines der besten des Jahres gilt.

2016: Schneller konnte sie ihren Worten kaum Taten folgen lassen. Sie wolle es endlich auch bei den großen Turnieren „krachen“ lassen, kündigte Kerber vor der neuen Saison an. Dann schafft sie bei den Australian Open mit einer Weltklasse-Leistung die Sensation: In ihrem ersten Endspiel bei einem Grand-Slam-Turnier gewinnt sie gegen Serena Williams. Sie kürt sich zur ersten deutschen Siegerin bei einem der vier großen Turniere seit Steffi Graf vor 17 Jahren in Paris. Bei den French Open fliegt sie dann zwar in der ersten Runde raus, bestätigt dann in Wimbledon aber eindrucksvoll, dass sie zur Weltspitze gehört: Sie zieht in das Endspiel ein. Ein Riesenerfolg, auch wenn sie gegen Serena Williams diesmal nach 81 Minuten 5:7, 3:6 verliert.

2016: Kerber gewinnt bei den Olympischen Spielen in Rio die Silbermedaille.

 
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erstellt am 29.Aug.2016 | 11:43 Uhr

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