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10. Dezember 2016 | 10:03 Uhr

Basketball : Skyliners feiern Krönung - «Jetzt drehen wir richtig auf»

vom

Nach dem ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte tanzten die Frankfurter Basketballer ausgelassen über das Parkett im Le Colisée von Chalon. Der Triumph im FIBA Europe Cup soll für die Fraport Skyliners aber nur eine Zwischenstation sein.

Nach der wohl verdienten Party ist der Blick bereits wieder auf die am kommenden Samstag beginnenden Bundesliga-Playoffs gerichtet. «Jetzt drehen wir erst richtig auf», sagte der amerikanische Point Guard Jordan Theodore - und meinte damit nicht nur die Feierlichkeiten in der Nacht.

Vielmehr wollen die Skyliners eine jetzt schon starke Saison mit einem erfolgreichen Abschneiden in die Playoffs krönen - am Main wird mehr denn je von der zweiten deutschen Meisterschaft nach 2004 geträumt. «Das gibt uns natürlich einen großen Schub», sagte Geschäftsführer Gunnar Wöbke mit Blick auf die am Samstag startende Best-of-Five-Serie gegen Pokalsieger ALBA Berlin.

Im FIBA-Europe-Cup-Finale gegen den italienischen Topclub Varese zeigten die Frankfurter am Sonntagabend beim 66:62 wieder einmal eine beeindruckende Moral. Obwohl lange Zeit vor allem offensiv wenig zusammenlief und der Bundesligist im dritten Viertel bereits mit zwölf Punkten hinten lag, steckten die Hessen nie auf. «Ich bin sehr stolz auf meine Spieler. Es ist kaum zu fassen, wie wir im vierten Viertel zurückgekommen sind», lobte Skyliners-Coach Gordon Herbert.

Der Kanadier ist einer der Garanten des Frankfurter Erfolges. In seiner dritten Amtszeit in der Bankenmetropole hat Herbert ein Team geformt, das wieder ernsthaft um die Meisterschaft mitspielen kann. Seit der 57-Jährige vor drei Jahren nach Frankfurt zurückgekehrt ist, hat er kontinuierlich eine Mannschaft entwickelt, die nun wieder höchsten Ansprüchen genügt.

Schon vor der Saison formulierte Herbert deshalb für ihn erstaunlich forsche Saisonziele: Das Erreichen des Top Four im BBL-Pokal, der Titel im FIBA Europe Cup und ein Platz unter den ersten Fünf in der Liga. Und bislang haben die Frankfurter all ihre selbstgesteckten Ziele erreicht.

«Das zeigt, was man auch mit einem im Vergleich zu den Topteams vergleichbar kleinen Etat erreichen kann, wenn man einen Plan hat und Dinge strategisch entwickelt», sagte Geschäftsführer Wöbke, der zusammen mit Herbert 2013 den Dreijahresplan entworfen hatte.

Gestützt auf Johannes Voigtmann, Danilo Barthel und Konstantin Klein haben sich die Frankfurter Jahr für Jahr verbessert. Zusammen mit Publikumsliebling Quantez Robertson, im Finale mit 15 Punkten bester Werfer und zum wertvollsten Spieler gewählt, sowie dem starken Theodore bildet das deutsche Trio ein starkes Gerüst.

Nicht umsonst wurden in der Liga bereits Titelverteidiger Bamberg, die Bayern und ALBA Berlin geschlagen. Dass die Skyliners bereits im vergangenen Jahr beim mit Platz vier enttäuschend verlaufenden Final Four in der EuroChallenge wichtige Erfahrungen sammeln konnten, half ihnen am vergangenen Wochenende auf dem Weg zum internationalen Titel. Vor ihnen hatten das nur ALBA Berlin (1995), der Mitteldeutsche BV (2004) und die BG Göttingen (2010) geschafft.

Am Dienstagabend (18.00 Uhr) soll dieser Triumph nun mit einem Empfang am Frankfurter Römer gefeiert werden. Danach gilt alle Konzentration aber den Bundesliga-Playoffs. Denn die erreichten Saisonziele haben Frankfurt Lust auf mehr gemacht.

Skyliners-Team

Final-Statistik

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erstellt am 02.Mai.2016 | 11:55 Uhr

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