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11. Dezember 2016 | 12:59 Uhr

Doping : Reaktionen zum McLaren-Bericht der WADA

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Thomas Bach (IOC-Präsident): «Die Ergebnisse des Berichts zeigen einen schockierenden und beispiellosen Angriff auf die Integrität des Sports und die Olympischen Spiele. Daher wird das IOC nicht zögern, die härtest möglichen Sanktionen gegen jede beteiligte Person oder Organisation zu ergreifen.»

Philip Craven (Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees IPC): «Wir sind wirklich schockiert, entsetzt und tief betrübt über das Ausmaß der staatlich geförderten Doping-Programms in Russland vor Sotschi 2014. Die Ergebnisse der McLaren-Berichts markieren einen schwarzen Tag für den Sport. Das IPC wird die Ergebnisse im Detail untersuchen und die Auswirkungen auf die Paralympische Bewegung prüfen.»

Michael Cepic (Geschäftsführer österreichische NADA): «Die nachgewiesene Beteiligung staatlicher Stellen an der Vertuschung von Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen kann nur einen Ausschluss Russlands von internationalen Wettbewerben, insbesondere den Olympischen Spielen Rio 2016, bedeuten».

Craig Reedie (Präsident der WADA): «Die Empfehlungen sind von der WADA-Exekutive mit der klaren Verständnis unterbreitet worden, dass die WADA nicht die Autorität und auch nicht den Aufgabe hat, über die Zulassungen zu Wettbewerben zu entscheiden.»

Alfons Hörmann (DOSB-Präsident): «Da es sich offenbar um staatlich gelenkte, systematische Vertuschung von Doping und um Betrug handelt, müssen zweifelsohne entsprechende Sanktionen verhängt werden bis hin zum möglichen Ausschluss weiterer Sportarten oder sogar des gesamten russischen NOKs. Wer die Werte des Sports wie Fair-Play und Chancengleichheit auf diese bewusste Art mit Füßen tritt, muss auf die Strafbank.»

Sebastian Coe (Präsident des Welt-Leichtathletikverbandes IAAF): «Das institutionalisierte und systematische Doping in der russischen Leichtathletik war der Grund der IAAF, die Mitgliedschaft der RusAF auszusetzen und aufrechtzuerhalten und für den Ausschluss ihrer Athleten von internationalen Wettbewerben.»

Dmitri Swischtschjow (Vorsitzender des Sportausschusses im russischen Parlament): «Internationale Organisationen glauben Verleumdern und Schurken wie Rodschenkow, der erklärt hat, selbst (Doping-)Proben ausgetauscht zu haben. Er sollte festgenommen und an unsere Justiz ausgeliefert werden.»

Andreas Trautvetter (Präsident Bobb- und Schlitten-Verband Deutschland): «Die WADA-Ermittlungen zum Staatsdoping in Russland sind natürlich ein Hammer. Das wird eine Mammutaufgabe für das IOC in den nächsten Wochen.»

Dmitri Schljachtin (Präsident des russischen Leichathletikverbandes WFLA): «Wir hoffen, dass dieser Bericht nicht die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs beeinflusst.»

Andrea Gotzmann (Vorstandsvorsitzende der NADA: «Jede Person und jede Institution, die die Anti-Doping-Regeln der WADA missachtet, muss mit einschneidenden Konsequenzen rechnen, sonst machen international vereinbarte Regelwerke keinen Sinn. Es sind erschütternde Fakten, die der Bericht offenlegt und belegt. Das Anti-Doping-System wurde in betrügerischer Absicht massiv unterlaufen. Der McLaren-Report lässt nur einen Schluss zu: Die NADA fordert das Internationale Olympische Komitee auf, dafür zu sorgen, dass russische Sportlerinnen und Sportler nicht zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro zugelassen werden.»

Özcan Mutlu (Sportpolitischer Sprecher der Fraktionen Grüne/Bündnis 90 im Bundestag): «Der heute veröffentlichte Bericht zur Rolle des russischen Geheimdienstes bei der Vertuschung von Doping während der Olympischen Winterspiele in Sotschi bestätigt, was klang wie ein fiktiver Agentenkrimi. Russland verhöhnte durch eine Aktivitäten in Sotschi nicht nur das weltweite Antidopingsystem, sondern tritt die Idee fairer Spiele mit Füßen. ... Es stellt sich die Frage, ob ein solches Land durch derartige Aktivitäten seine Teilnahme an und das Recht der Austragung von sportlichen Großveranstaltungen nicht verwirkt hat.»

Christian Baumgartner (Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber BDVG): «Wir kritisieren die Politik des IOC. Entweder ist es höchst unprofessionell, oder es geht mit Absicht so vor. Wenn man nicht jetzt klare Kante zeigt, wann dann?»

Jewgeni Pluschenko (Eiskunstlauf-Olympiasieger aus Russland): «Ich habe niemals gedopt und bin immer fair angetreten. Ich habe niemals etwa irgendwelche Zweitlabors gesehen. Immer hat mich eine weitere Person überwacht, wenn ich Dopingproben abgegeben habe.»

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erstellt am 18.Jul.2016 | 19:47 Uhr

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