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Radsport

10. Dezember 2016 | 04:15 Uhr

«Viel gelernt» : Brennauer auf Platz zwölf bei Straßenrad-WM

vom

Bei der für die deutsche Mannschaft so erfolgreichen Rad-WM haben die Frauen nicht mitgespielt. Auch im Straßenrennen gibt es keine Medaille, Brennauer wird Zwölfte. Am Sonntag wollen Greipel und Co. nach 50 Jahren den WM-Titel nach Deutschland holen.

Die deutschen Frauen sind bei der Rad-WM in Doha auch im Straßenrennen ohne Medaille geblieben. Lisa Brennauer (Durach) musste sich als beste Deutsche nach 134,1 Kilometern mit dem zwölften Platz begnügen.

Den Titel holte sich die Dänin Amalie Dideriksen im Sprint vor Kirsten Wild aus den Niederlanden und der Finnin Lotta Lepisto.

«Die WM war wie das ganze Jahr. Es ist nicht schlecht gelaufen, aber es war auch kein Highlight dabei. Ich habe viel gelernt», sagte Brennauer. Die Gruppe mit 60 Fahrerinnen im Schlusssprint sei für ihre Ambitionen zu groß gewesen. «Die Mädels haben mich noch einmal nach vorne gebracht, ab da habe ich meinen eigenen Weg gesucht. Ich gewinne aber eigentlich immer Sprints, wenn ich das Vorderrad frei habe.»

Auch Trixi Worrack war mit dem Rennverlauf nicht zufrieden: «Das Rennen war schnell, aber gleichmäßig. Wir wollten nicht so ein großes Feld haben.» So war es die niederländische Mannschaft, die im Finale das Tempo übernommen hatte. Die erhoffte Goldmedaille sprang aber nicht heraus, weil Dideriksen kurz vor dem Ziel an Wild vorbeigezogen war.

Schon im Einzelzeitfahren hatten Brennauer und Worrack (Erfurt) mit Platz sechs und sieben eine Medaille verpasst. Damit steht der Bund Deutscher Radfahrer vor dem abschließenden Männerrennen am Sonntag weiter bei fünf Medaillen, darunter zwei goldene für Tony Martin und U23-Starter Marco Mathis im Einzelzeitfahren.

Am Sonntag soll 50 Jahre nach dem Coup von Rudi Altig, damals auf dem Nürburgring, wieder ein deutscher WM-Sieg herausspringen. Auf dem flachen Kurs über 257,3 Kilometern zählen die deutschen Topsprinter André Greipel und Marcel Kittel zu den Sieganwärtern. Auch Klassikerspezialist John Degenkolb werden Chancen zugerechnet.

Dies könnte aber auch zum Luxusproblem werden. Denn die Rollenverteilung erscheint schwierig. «Wer für wen fährt, wird sich während des Rennens entscheiden. Die Nominierung ist für mich nichts Endgültiges. Keiner weiß, was im Rennen passiert», sagt Joker Kittel. So glaubt auch der zum Kapitän bestimmte Greipel nicht, dass sein langjähriger Rivale ihm im Fall der Fälle den Sprint vorbereiten wird: «Ich denke, Marcel ist kein klassischer Helfer. Er wird seine eigenen Ambitionen für Sonntag haben.»

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erstellt am 15.Okt.2016 | 16:36 Uhr

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