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02. Dezember 2016 | 19:16 Uhr

Schwimmen : Marco Koch schwimmt «träge» in EM-Finale

vom

Die Schwimm-EM begann für Weltmeister Marco Koch mit Hindernissen. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf und verschleimten Atemwegen stand der Titelverteidiger vor seinem Halbfinale über 200 Meter Brust im Stau.

«Etwas träge» sei er geschwommen, kommentierte Koch am Mittwoch seinen zweiten Platz im Halbfinale. «Es war einfach schwer heute, es ging noch nicht so gut wie ich es gerne gehabt hätte. Mal gucken wie es morgen läuft», sagte der Titelverteidiger mit Blick auf das Finale am Donnerstag.

Dort wird Kochs ärgster Konkurrent wohl erneut der Brite Ross Murdoch sein. Der EM-Zweite von Berlin 2014 lag in 2:09,72 Minuten eine Zehntelsekunde vor Koch, der die größte deutsche Medaillenhoffnung im Aquatics Centre ist. Der 26-Jährige sieht diese EM aber nur als weiteren Vorbereitungswettkampf auf Olympia in Rio im August. Der lädierten Schulter hatte Koch vier Tage Pause gegönnt.

«Wir haben ihn noch etwas mehr gehegt und gepflegt als sonst», berichtete Kochs Heimtrainer Alexander Kreisel. Nach der Pause müsste Koch zumindest so schnell schwimmen wie bei den deutschen Meisterschafen, glaubte Kreisel vor dem Halbfinale. In 2:07,88 Minuten war sein Schüler vor anderthalb Wochen nah an die eigene Weltjahresbestzeit herangeschwommen.

An die Zeit von Weltrekordler Paul Biedermann von den deutschen Meisterschaften kam über 200 Meter Freistil bei der EM keiner heran. Sieger Sebastiaan Verschuren (Niederlande) lag zwar in 1:46,02 Minuten vor Titelverteidiger Velimir Stjepjanovic (Serbien) und Weltmeister James Guy (Großbritannien). Verschuren war aber langsamer als Biedermann, der sich voll auf seine dritten Spiele konzentriert.

Für den ersten Europarekord dieser EM sorgte Weltmeister Gregorio Paltrinieri aus Italien. Über 1500 Meter Freistil schlug der 21-Jährige nach 14:34,04 Minuten an. Paltrinieri blieb 5,63 Sekunden unter seiner Bestmarke der WM 2015 von Kasan. «Die Zeit ist unglaublich. Ich bin überrascht, dass ich so schnell sein konnte, obwohl ich hartes Training hinter mir habe», sagte Paltrinieri. Den Weltrekord des Chinesen Sun Yang verfehlte er nur um drei Sekunden.

Olympiasiegerin Ruta Meilutyte (Litauen) gewann die 100 Meter Brust in 1:06,17 Minuten. Die Schwedin Sarah Sjöström verteidigte über 100 Meter Freistil ihren Titel in 52,82 Sekunden vor Olympiasiegerin Ranomi Kromowidjojo (Niederlande). Im Finale über 200 Meter Lagen siegte in Abwesenheit vieler Topschwimmer der Grieche Andrea Vazaios.

Neben Koch hatten drei andere deutsche Schwimmer die Vorläufe am Mittag überstanden. Der Bonner Max Pilger wurde in 2:13,82 Minuten Gesamt-13. des Halbfinales über 200 Meter Brust. Markus Gierke (Hannover) schwamm über 200 Meter Schmetterling im Halbfinale in akzeptablen 1:58,13 auf Platz zehn. Auch Carl-Louis Schwarz (Potsdam) verpasste das Finale in 25,77 Sekunden als 14. über die nicht-olympischen 50 Mezer Rücken.

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erstellt am 18.Mai.2016 | 21:03 Uhr

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