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04. Dezember 2016 | 07:16 Uhr

Olympia : Hochsprung-Star Tamberi verpasst Olympia

vom

Der bislang erfolgreichste Hochspringer dieses Jahres konnte sein Pech kaum fassen. «Weckt mich aus diesem Alptraum. Gebt mir meinen Traum zurück. Auf Wiedersehen Rio. Auf Wiedersehen mein Rio», schrieb der Hochsprung-Europameister Gianmarco Tamberi auf seiner Instagram-Seite.

Der 24 Jahre alte Italiener war am 15. Juli in Monaco binnen weniger Minuten vom Olympia-Favoriten zum Olympia-Zuschauer geworden. Zunächst sprang er mit 2,39 Metern einen italienischen Rekord und besiegte damit beim Diamond-League-Meeting im Stade Louis II die komplette Weltelite vom früheren Weltmeister Bogdan Bondarenko (Ukraine) über den amtierenden Weltmeister Derek Drouin (Kanada) bis zum Führenden in der Weltjahresbestenliste, Mutaz Essa Barshim aus Katar. Doch dann verletzte sich Tamberi bei seinem zweiten Versuch über 2,41 Meter schwer, die Diagnose lautet: Bänderverletzung im linken Knöchel, vier Monate Pause, die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro werden im August ohne ihn stattfinden.

«Ich bin mehr als wütend. Ich bin traurig», sagte der Italiener am Tag danach. Von einem Moment zum anderen ist er aus der Form seines Lebens gerissen worden. Im März wurde Tamperi in Portland Hallen-Weltmeister, im Juni in Amsterdam dann zum ersten Mal Europameister. In Monaco war er am Freitagabend selbst für die 2,40-Meter-Springer Bondarenko und Barshim zu stark.

Der Leichtathletik wird damit in Rio nicht nur ein Medaillen- Anwärter fehlen, sondern auch einer ihrer letzten Paradiesvögel. Mit Tamberi ist im Hochsprung wieder die große Show eingekehrt. Sein Markenzeichen ist, sich stets nur eine Gesichtshälfte zu rasieren.

Andere Athleten hätten den Wettkampf in Monaco womöglich nach dem Sprung über 2,39 Meter und dem feststehenden Sieg beendet, um ihre Kräfte für die Olympischen Spiele zu sparen. Doch Tamberi sprang einfach weiter. «Was hätte ich denn tun sollen?», sagte er am Samstag. «Ich fühlte mich gut, ich wollte alles geben, das Publikum stand hinter mir. Es wäre dumm gewesen und hätte keinen Sinn gemacht, die 2,41 Meter in diesem Moment nicht zu versuchen.»

Und wie geht es jetzt für ihn weiter? «Ich würde gern herausschreien, dass ich stärker zurückkehren werde, als ich es war», schrieb Tamberi bei Instagram. «Aber in diesem Moment kann ich nur weinen.»

Instagram-Post Tamberi

Mitteilung italienischer Leichtathletikverband

Athleten-Profil Tamberi

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erstellt am 17.Jul.2016 | 12:59 Uhr

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