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04. Dezember 2016 | 23:23 Uhr

«Freue mich tierisch» : Heintz schwimmt überzeugend zur Kurzbahn-WM

vom

Bei Olympia in Rio vergoss Philip Heintz über seinen 6. Platz noch bittere Tränen - nun hat der Heidelberger gut lachen. Trotz wenigen Trainings schwimmt er nur knapp am deutschen Rekord vorbei. In dieser Form ist er auch ein WM-Medaillenkandidat.

Auch ohne viel Training hat Philip Heintz souverän sein Ticket zu den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Kanada gebucht. Der Olympia-Sechste gewann die 200 Meter Lagen bei den deutschen Meisterschaften in Berlin in sehr guten 1:52,17 Minuten.

Heintz verfehlte trotz wochenlangen Bundeswehr-Lehrgangs und fehlenden Trainings seinen deutschen Rekord nur um 0,25 Sekunden. «Über die Zeit freue ich mich tierisch. Es ist echt genial, dass ich das schwimmen konnte», sagte er. Der Heidelberger unterbot im Vorlauf und Finale die Norm für die WM, ist nun vom 6. bis 11. Dezember in Windsor ein Medaillenkandidat: «Mit so einer Zeit kann ich mich kaum verstecken».

Nach seinem 6. Platz von Rio hatte Heintz noch mit sich und den Zuständen des Leistungssports in Deutschland gehadert und seine Karrierefortsetzung in Frage gestellt. «Ich denke, noch ein paar Jahre werde ich das machen», sagte er nun.

Der Potsdamer Christian Diener verpasste in 51,15 Sekunden über 100 Meter Rücken die Final-Norm. 34 Hundertstel fehlten ihm, der wegen eines mehrwöchigen Bundeswehr-Lehrgangs ebenfalls kaum trainieren konnte. «Ich habe mit der Norm geliebäugelt, aber bin auch nicht so traurig», sagte Diener. Er hat als Olympia-Siebter über 200 Meter eine weitere Chance.

Damit schafften bislang vier deutsche Schwimmer die WM-Norm. Marco Koch hatte zum Auftakt mit deutschem Rekord auf seiner Nebenstrecke 100 Meter Brust überzeugt und gewann in guten 26,73 Sekunden auch die nicht-olympischen 50 Meter. Der Weltmeister aus Darmstadt will über 200 Meter erneut in Rekordnähe kommen.

Über die selten geschwommenen, nicht-olympischen langen Freistilstrecken setzte sich die erst 15-jährige Celine Rieder (Saarbrücken) in 16:02,86 an die Spitze der Weltjahresbestenliste. «Das ist der Hammer» sagte sie. Die zweitplatzierte Franziska Hentke, Europameisterin über 200 Meter Schmetterling, trat wegen ihres Bundeswehr-Lehrgangs nur über diese Nebenstrecke an. Der Würzburger Ruwen Straub schwamm sich über die 800 Meter Freistil in 7:38,19 Minuten auf Platz zwei der Weltjahresbestenliste. Beide Strecken fehlen bei der WM auf der 25-Meter-Bahn.

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erstellt am 19.Nov.2016 | 19:18 Uhr

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