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Eishockey

02. Dezember 2016 | 19:07 Uhr

DEL-Underdog : Bremerhaven stemmt sich erfolgreich gegen Spitzenteams

vom

Die Fischtown Pinguins waren vor der Saison der krasse Außenseiter in der DEL. Nach zehn Partien steht der Neuling aus Bremerhaven auf Rang neun und hat bereits einige Teams geärgert. Der Respekt der Gegner wächst stetig.

Von wegen chancenlos: Die Fischtown Pinguins überraschen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) Woche für Woche. Erst am Sonntag ärgerte der Neuling und Underdog aus Bremerhaven den DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin und gewann 3:1.

«Sie machen einen sehr guten Job», lobte der frühere Bundestrainer und heutige Eisbären-Coach Uwe Krupp.

Mit 13 Punkten und Tabellenplatz neun steht der Club deutlich besser da als von vielen Experten erwartet. Mit rund 3,5 Millionen Euro hat Bremerhaven den kleinsten Etat der DEL. Top-Clubs wie Berlin, München oder Mannheim verfügen über 10 bis 12,5 Millionen Euro. «Wir haben zwar den kleinsten Etat in der Liga, aber wir können damit trotzdem gutes Eishockey zeigen», sagte Pinguins-Trainer Thomas Popiesch.

Der Nordseeclub profitierte im Sommer vom Rückzug der Hamburg Freezers, die keine DEL-Lizenz mehr beantragten. Bremerhaven und sein umtriebiger Manager Alfred Prey waren die Einzigen, die sich um eine Lizenz bewarben und erhielten den Zuschlag. 17 Profis wurden daraufhin verpflichtet, doch die Unsicherheit war noch da.

«Reicht das für die DEL? Können wir mithalten?», fragte sich selbst Popiesch vor dem Start in das «Abenteuer DEL». Nach zehn Spieltagen lautet die Antwort: Ja, sie können. «Wir brauchen einen Torhüter in Top-Form und Spieler auf dem Eis, die alle eine einhundertprozentige Einstellung zeigen. Wenn dann auch der Gegner nicht seinen besten Tag erwischt, haben wir immer eine Chance», erklärte Popiesch.

Mit dem Finnen Jani Nieminen und dem US-Amerikaner Jerry Kuhn verfügt der gebürtige Berliner über zwei Goalies, die abwechselnd starke Leistungen zeigen. In den Spielerstatistiken taucht kein Bremerhavener im vorderen Bereich auf. «Wir leben von der Geschlossenheit. Jeder kämpft für jeden», sagte Stürmer Jason Bast.

Und dann ist da auch noch die Eisarena in Bremerhaven. 4647 Zuschauer machen aus der Halle einen Hexenkessel. «Jedes Spiel ist ein Genuss für uns», schwärmte Bast. Auch der Gegner musste das anerkennen. «Die Stimmung ist hier wirklich extrem gut», sagte Berlins Nationalspieler André Rankel. «Die Fans pushen die Mannschaft richtig nach vorne.» 

Allerdings wird das Team nicht nur von der Zuschauer-Welle getragen. «Sie stehen sehr kompakt, machen kaum Fehler. Da hat es jeder Gegner schwer», beschrieb Rankel die Stärken der Pinguine auf dem Eis. Nicht ohne Grund gewann Bremerhaven in Ingolstadt (4:2) und in Nürnberg (3:2). «Für mich ist das nicht überraschend. Sie sind kein unbeschriebenes Blatt», sagte Berlin-Coach Krupp. Dies dürfte jetzt bei jedem Club in der DEL angekommen sein. 

Homepage Fischtown Pinguins

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erstellt am 17.Okt.2016 | 11:54 Uhr

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