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09. Dezember 2016 | 22:26 Uhr

Basketball : Curry, Paul, Griffin: NBA-Playoffs nach Verletzungen offen

vom

Erst Stephen Curry, dann Chris Paul und jetzt auch noch Blake Griffin - den NBA-Playoffs gehen immer mehr ihrer Superstars verloren.

Durch die Ausfälle bekommt die K.o.-Runde in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga eine völlig neue Dynamik. Galten bislang die Golden State Warriors nach ihrer Fabel-Saison mit 73 Siegen bei nur neun Niederlagen als klarer Favorit, gerät die erfolgreiche Titelverteidigung für das Team aus Kalifornien durch das langfristige Fehlen von Curry nun in Gefahr.

«Stephen Currys Verletzung gestaltet das Playoff-Bild neu, wer gewinnt nun?», fragte das Online-Portal «ESPN», nachdem klar war, dass Curry mindestens zwei Wochen ausfallen wird.

Im Erstrunden-Duell mit den Houston Rockets wird es für den amtierenden Champion wohl auch ohne Curry, der mit einer Innenbandverletzung im rechten Knie fehlt, reichen. Doch gegen die Los Angeles Clippers könnte es dann schon eng werden, erwarten Fans und Journalisten gleichermaßen.

Aber plötzlich ist nicht einmal sicher, dass es im Halbfinale der Western Conference zum Aufeinandertreffen von Golden State und den Clippers kommen wird. Das Team aus LA hat es noch viel schlimmer getroffen. Paul und Griffin zusammen sind für das Team von Trainer Doc Rivers kaum zu ersetzen. Schon rechnen sich die Portland Trail Blazers Chancen auf einen Außenseitercoup aus.

«Das ist wohl der schlimmste Tag in der Geschichte der Clippers», schrieb «ESPN» nach dem mehrwöchigen Ausfall von Paul, der sich den dritten Mittelhandknochen der rechten Hand gebrochen hat und operiert werden musste. Dass es nun auch noch Griffin mit einer Verletzung an der Quadrizeps-Sehne getroffen hat, versetzte die Kalifornier in eine Schockstarre. «Die Clippers werden durch einen doppelten Rückschlag getroffen», titelte die «Los Angeles Times». «Fiaskos sind zu einem Frühlings-Ritual für die Clippers geworden.»

Vor zwei Jahren sorgte der Rassismus-Skandal um den damaligen Club-Besitzer Donald Sterling für heftige Schlagzeilen. 2015 überraschten die Clippers zunächst gegen die San Antonio Spurs, um dann doch im Conference-Halbfinale an den Houston Rockets zu scheitern.

Mit den Warriors ohne Curry und den Clippers ohne Paul und Griffin werden die San Antonio Spurs zum heißesten Titelanwärter. Das Team um die Routiniers Tim Duncan und Tony Parker ist bislang von Verletzungen weitgehend verschont geblieben und steht nach dem 4:0 gegen die Memphis Grizzlies, die wegen Ausfällen kaum ein Team zusammenbekamen, im West-Halbfinale. Oder LeBron James und die Cleveland Cavaliers werden die großen Nutznießer. Auch der Vorjahresfinalist hat die erste Runde locker hinter sich gebracht.

LA Times

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erstellt am 27.Apr.2016 | 17:33 Uhr

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