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Basketball

03. Dezember 2016 | 22:58 Uhr

Jäger der Topteams : Bayreuther Höhenflug hält an - «Helden von morgen»

vom

Bamberg, Ulm, München - mit diesen Teams konnte man an der Spitze der Basketball-Bundesliga rechnen. Doch dahinter folgt eine Mannschaft, die kaum jemand auf der Rechnung hatte. Die «Helden von morgen» sorgen schon heute für Furore.

Der Slogan, den sich die Basketballer von medi Bayreuth vor einiger Zeit selbst verpasst haben, klang anfangs etwas vermessen. Als «Heroes Of Tomorrow» - «Helden von morgen» bezeichnen sich die Franken.

Für einen Club, der die vergangene Saison als Tabellenzwölfter weit von den Playoffrängen entfernt beendet hat, ein ambitionierter Spitzname. Doch in der neuen Spielzeit werden die Bayreuther ihren eigenen Ambitionen langsam gerecht. Hinter den noch ungeschlagenen Teams von Bamberg, Ulm und München liegt Bayreuth mit einer Bilanz von 5:1-Siegen auf Platz vier - nach dem besten Saisonstart seit dem Wiederaufstieg vor sechs Jahren reifen in der Opernstadt wieder die Träume, an die erfolgreiche Zeit Ende der 1980er anzuknüpfen, als man als Steiner Bayreuth Meister und Pokalsieger wurde.

Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg, der neue Trainer Raoul Korner hat aber eine Mannschaft geformt, die bislang die größte Überraschung der Saison ist. Das 100:82 bei den Gießen 46ers bedeutete am Samstagabend den fünften Sieg in Serie. Nur der Auftakt gegen Vizemeister ratiopharm Ulm ging verloren.

«Wir waren von der ersten Minute an da, haben im ersten und zweiten Viertel, wie ich finde, überragend gespielt», sagte Center Andreas Seiferth, einer der Leistungsträger im Korner-Team. «Das war ein wichtiger Sieg für uns», meinte der Bayreuther Trainer, der vor der Saison aus Braunschweig gekommen war.

Weil es bei den Niedersachsen aufgrund des geringen Etats nur wenige sportliche Perspektiven gab, entschied sich der Österreicher für einen Wechsel nach Bayreuth. Dass sich der Club mit «Heroes Of Tomorrow» einen ehrgeizigen Slogan verpasst hatte, gefiel Korner. «Der Verein will nach vorne und das will ich auch», sagte er.

Sein Gießener Trainerkollege Denis Wucherer traut den Franken in dieser Saison noch einiges zu. «Wir sind heute erstmals auf eine Mannschaft getroffen, die einfach besser war», sagte Wucherer nach der Partie am Samstag. Und die Hessen hatten im Heimspiel davor immerhin Bayern München zu Gast.

Wie stark Bayreuth in dieser Saison wirklich ist, wird sich bereits am kommenden Freitag zeigen. Dann ist ALBA Berlin zu Gast in der Oberfrankenhalle. Eine Woche nach dem Debakel in München kamen die Berliner am Samstag zu einem hart umkämpften 91:87 gegen Göttingen. «Der Sieg wird uns helfen, positiv an die kommenden Herausforderungen zu gehen», sagte ALBA-Coach Ahmet Caki. Die nächste heißt medi Bayreuth.

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erstellt am 23.Okt.2016 | 11:19 Uhr

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