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Sport

05. Dezember 2016 | 01:30 Uhr

Paralympics in Rio 2016 : Vier Medaillen: Deutsche Sportler bleiben in Rio auf Erfolgskurs

vom
Aus der Onlineredaktion

Nach dem medaillenreichen Auftakt ebbt die Erfolgssträhne des deutschen Teams nicht ab. Ein Europarekord brachte Silber.

Rio de Janeiro | Die deutschen Behindertensportler haben in der Nacht zu Samstag die Medaillen sechs bis neun bei den Paralympics in Rio de Janeiro gewonnen. Denise Grahl schwamm einen Europarekord und wurde damit Zweite über 50 Meter Freistil. Gleich drei weitere Medaillen gab es in der Leichtathletik. Im Medaillenspiegel liegt die deutsche Mannschaft nach zwei Wettkampftagen trotzdem nur auf Platz 18. China hat nach 87 von 521 Entscheidungen bereits 19 Mal Gold, 17 Mal Silber und 12 Mal Bronze geholt. Britische Sportler standen insgesamt gesehen auch schon 27 Mal auf dem Podest.

Erste Medaille im Schwimmen

Denise Grahl gewann bei den Paralympics die erste deutsche Schwimm-Medaille.
Denise Grahl gewann bei den Paralympics die erste deutsche Schwimm-Medaille. Foto: Kay Nietfeld
 

Die erste deutsche Schwimm-Medaille in Rio gewann eine Paralympics-Debütantin: Die 23 Jahre alte Denise Grahl schwamm in 33,16 Sekunden einen Europarekord über 50 Meter Freistil und musste sich nur der Amerikanerin McKenzie Coan (32,42) geschlagen geben. Ihr Motto lautete: „Rein ins Wasser und alles raushauen. Ich bin sehr glücklich, dass es mit der Medaille geklappt hat.“

100-Meter-Sprinter wird Dritter

Felix Streng lief nach seinem Bronze-Sprint über 100 Meter noch eine Ehrenrunde.
Felix Streng lief nach seinem Bronze-Sprint über 100 Meter noch eine Ehrenrunde. Foto: Jens Büttner
 

Nach seinem Sprint über 100 Meter lief der unterschenkel-amputierte Felix Streng gleich noch eine Ehrenrunde mit der deutschen Fahne. So glücklich war der Staffel-Kollege von Markus Rehm über Bronze in der Königsdisziplin des Sprint. Der in Bolivien geborene Streng lief in 11,03 Sekunden deutlich schneller als Felix Behre (11,26), der nach einem völlig missglückten Start nur Siebter wurde. „Ich war heiß auf diese Medaille“, sagte der erst 21 Jahre alte Streng.

Bronze im dritten Anlauf

Katrin Müller-Rottgardt lief mit ihrem Begleiter Sebastian Fricke über 100 Meter auf den dritten Rang.
Katrin Müller-Rottgardt lief mit ihrem Begleiter Sebastian Fricke über 100 Meter auf den dritten Rang. Foto: Jens Büttner
 

Bei ihren dritten Paralympics gewann Katrin Müller-Rottgardt endlich ihre erste Medaille. Zusammen mit ihrem Begleitläufer Sebastian Fricke sprintete die sehbehinderte Leichtathletin über 100 Meter auf Platz drei. 11,99 Sekunden bedeuteten im Ziel eine persönliche Bestzeit für die 34 Jahre alte Wattenscheiderin. 2004 in Athen war Müller-Rottgardt schon einmal Vierte über 100 Meter geworden.

Multitalent Herrmann

Frances Herrmann (M/hinten) holte Bronze mit dem Speer.  
Frances Herrmann (M/hinten) holte Bronze mit dem Speer.   Foto: Jens Büttner
 

Frances Herrmann hatte 2008 schon einmal Silber mit dem Diskus geholt. Jetzt fügte die 27-jährige Cottbusserin ihrer Medaillensammlung noch Bronze im Speerwurf hinzu. 18,16 Meter reichten der Rollstuhlfahrerin nach Platz drei bei der WM 2015 erneut für diesen Rang. Die neue Paralympics-Siegerin Lijuan Zou aus China warf mit 21,86 Metern einen Weltrekord.

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erstellt am 10.Sep.2016 | 10:22 Uhr

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