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Sport

09. Dezember 2016 | 03:10 Uhr

Bayern gegen Werder Bremen : Vidal wird ausgelacht, Guardiola darf eine Woche länger arbeiten

vom

Bayern gewinnt durch eine Schwalbe gegen Werder Bremen. Arturo Vidal wird dadurch zum Gesprächsthema Nummer eins.

München | Der FC Bayern München steht nach dem 2:0-Sieg gegen Werder Bremen im Finale um den DFB-Pokal. Doch so deutlich wie das Endergebnis war das Spiel nicht. Bremen spielte mutig auf, die Entscheidung brachte ein Elfmeter - dem eine Schwalbe vorausgegangen war.

Die Meisterschaft ist Bayern München kaum noch zu nehmen. Spannend wird es in zwei anderen Wettbewerben - dem DFB-Pokal und der Champions League. Trainer Guardiola könnte seinen Job in München mit drei Titeln beenden.

Pep Guardiola bedankte sich bei seiner Mannschaft. Der spanische Startrainer darf seinen Abschied vom FC Bayern auf jeden Fall mit einem Endspiel und auf einer großen Fußball-Bühne feiern. „Vielen Dank an die Spieler. Sie haben mir eine Woche mehr Arbeit mit ihnen geschenkt“, sagte Guardiola nach dem 2:0 (1:0) der Münchner im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen, das ebenfalls vor allem eines war: Harte Arbeit. „Ich bin zufrieden, dass wir in diesem schönen Finale in Berlin sind“, resümierte Guardiola.

Am 21. Mai peilen die Bayern in der Hauptstadt in ihrem 21. Pokalfinale den 18. Cupsieg an. Den Gegner ermitteln am Mittwochabend im Olympiastadion Hertha BSC und Borussia Dortmund. Es könnte das letzte Spiel von Guardiola auf der Bayern-Bank sein. Es sei denn, dem Katalanen gelingt mit dem Münchner Starensemble in den Halbfinalspielen gegen Atlético Madrid auch der Einzug in das noch größere Endspiel in der Champions League am 28. Mai in Mailand.

Am Dienstagabend waren die Münchner Triple-Jäger aber erst einmal erleichtert, der Favoritenrolle gegen mutige Bremer gerecht geworden zu sein. „Es war eine harte Nuss“, gestand Kapitän Philipp Lahm. Die Bayern brillierten nicht, aber ihre individuelle Klasse gab vor den 75.000 Zuschauern den Ausschlag, diesmal in Person von Thomas Müller.

Der Weltmeister traf erst mit dem Kopf (30. Minute) und verwandelte zudem einen unberechtigten Foulelfmeter (71.) nach einer Schwalbe von Arturo Vidal. Der Pfiff zum Strafstoß sei falsch gewesen, sagte der Referee aus Hamburg am Dienstagabend nach Ansicht der TV-Bilder. „Es tut mir leid.“ Nach einem Zweikampf zwischen Janek Sternberg und Arturo Vidal hatte Stieler auf Elfmeter für den deutschen Fußball-Rekordchampion entschieden. „Das geht so schnell und ich stand so gut. Ich habe einen Kontakt gesehen, aber es war keiner“, urteilte Stieler. Das Spiel sei ein bisschen überschattet von dieser Szene, wenngleich sie nicht spielentscheidend gewesen sei, führte der 34-Jährige aus.

Auch die Münchner redeten nicht lange um die Szene in der Schlussphase herum. „Es war eine Schwalbe“, sagte Doppeltorschütze Thomas Müller (30./71.). „Der Elfmeter war kein Elfmeter. Ich mag es nicht, so das zweite Tor zu schießen“, erklärte Trainer Pep Guardiola. Werder-Coach Viktor Skripnik hielt sich öffentlich bei der Einschätzung der Szene zurück. „Über Schiedsrichter-Entscheidungen mache ich keine Worte, das bringt nichts“, sagte der Ukrainer nur.

„Wir sind glücklich, das Finale erreicht zu haben. Das ist etwas Besonderes“, sagte Müller, räumte aber selbstkritisch ein: „Wir haben schon besser gespielt.“ Er selbst erledigte seinen Job perfekt. „Thomas hat einen unglaublichen Riecher vor dem Tor“, meinte Lahm.

Vidal selbst äußerte sich nicht zur Schwalbe. Via Twitter freute er sich nur über den Einzug ins Finale:

Über eine Strafe ist bislang noch nichts bekannt. Im Internet wird dennoch darüber diskutiert:

Wer keine Strafe für Vidal fordert, zeigt Häme:

Bremen blickt auf das Nord-Derby

Die Bremer wurden von ihren 8000 mitgereisten Fans trotz des verpassten Finaleinzugs mit Applaus bedacht. Die Werder-Profis durften stolz auf ihren couragierten Auftritt sein, auch wenn das angestrebte Pokalwunder ausblieb. „Die Leistung macht uns Mut für unsere vier Endspiele in der Bundesliga“, sagte Trainer Viktor Skripnik. Die 90 Pokalminuten kosteten nur drei Trage vor dem enorm wichtigen Nord-Derby am Freitagabend um Bundesligapunkte beim Hamburger SV viel Kraft. „Aber in Hamburg werden wir nochmal alles reinhauen“, kündigte Mittelfeldspieler Fin Bartels an.

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erstellt am 20.Apr.2016 | 08:44 Uhr

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