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Sport

11. Dezember 2016 | 09:05 Uhr

Sprint-Superstar vor Training : Usain Bolt beim BVB: Das steckt hinter den Plänen

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Jamaikaner kündigt sich als Trainingsgast bei Borussia Dortmund an. Startet Bolt die nächste Karriere?

Dortmund | Leichtathletik-Superstar Usain Bolt soll in absehbarer Zeit eine Trainingseinheit mit den Fußballprofis von Borussia Dortmund bestreiten. „Das ist kein Scherz. Das ist keine Marketingmaßnahme“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dem „Kicker“ zu Medienberichten aus Großbritannien.

Laut „Guardian“ habe Jamaikas Olympiasieger Bolt bereits Kontakt zu BVB-Chefcoach Thomas Tuchel aufgenommen. Eine Bolt-Visite bei den Dortmundern sei laut Watzke „schon seit längerem beschlossen“.

„Puma-Chef Björn Gulden, der bei uns auch im Aufsichtsrat sitzt, hat mir schon vor Wochen gesagt, dass Usain mal gefragt hatte, ob er bei uns mittrainieren dürfe“, erklärte der BVB-Chef. Er habe gesagt, „klar, überhaupt kein Thema“. „Unser Trainer findet es auch gut. Wir werden das natürlich nicht in einer Englischen Woche machen, sondern wahrscheinlich irgendwann in einer Vorbereitungsphase oder so. Die Mannschaft findet das sicherlich auch klasse“, sagte Watzke dem „Kicker“.

Alles nur ein Marketing-Gag? Beteiligte heizen Gerüchte an

Die Dortmunder verneinen zwar, dass es sich beim Training des mehrfachen Olympaisiegers um eine reine PR-Maßnahme handelt, doch der Gedanke scheint nicht abwegig – sponsert der Sportartikelausrüster Puma doch sowohl Bolt als auch den BVB.

Passend dazu verkündete Puma Deutschland am Montagabend bei Twitter: „Deine Schuhe stehen bereit.“ Zu sehen war ein Bild mit Fußballschuhen, die den Namen des 30-Jährigen als Aufschrift und die Flagge Jamaikas tragen.


Dieser Tweet rief auch Borussia Dortmund auf den Plan, die Bolt prompt zum Training einbestellten. „Training ist um zehn, sei pünktlich“, twitterte der Klub an die Adresse von Bolt. Und Verstärkung kann der BVB dieser Tage gut gebrauchen, steht doch am kommenden Wochenende kein so unbedeutendes Punktspiel für die Borussia an. Es geht gegen den FC Bayern.


Auch der als äußert kreativ bekannte US-Twitter-Account der Bayern schaltete sich ein – man wollte schon mal vorfühlen, ob Usain Bolt am Wochenende verfügbar sei. Mit Verweis auf den Jamaikaner twitterten die Bayern: „Ist er am Samstag einsatzbereit? Fragen für einen Freund.“


Bolt träumt von einer Karriere nach der Karriere

Dass der Jamaikaner den Wunsch hege, nach seiner Sprint-Karriere Profifußballer zu werden (Bolt: „Es gibt ernsthafte Gespräche“), ist schon lange kein Geheimnis mehr. Nach der WM 2017 will der 30-Jährige das Kapitel Leichtathletik beenden – und irgendwo als Fußballer anheuern.

Wirklich wahrscheinlich erscheint ein Einstieg in den Profi-Bereich trotz seines bevorstehenden Trainings beim BVB allerdings nicht. Selbst, wenn Bolt sich als talentiert herausstellen sollte, wird er nächstes Jahr bereits 31 Jahre alt und blickt auf eine lange Karriere in der Leichtathletik zurück. Das wird auch an einem Ausnahmeathleten wie Bolt nicht spurlos vorübergegangen sein. Allein in diesem Jahr hatte er mit unterschiedlichen Verletzungen zu kämpfen.

Rechtzeitig zu den olympischen Spielen in Rio erreichte der Jamaikaner dennoch seine Topform, gewann zum dritten Mal nach 2008 und 2012 drei Goldmedaillen. In Dortmund wird er sich mit den Profis von Thomas Tuchel messen und zeigen, wie versiert er mit dem Ball ist. Doch der Sprintstar favorisiert insgeheim einen anderen Klub: Er ist seit Jahren glühender Fan von Manchester United und gut befreundet mit Manchesters Trainerlegende Sir Alex Ferguson.

Schon häufiger hat Bolt sich bei den Red Devils ins Gespräch gebracht. Aufgrund seines Tempos sieht er sich als idealer Flügelspieler. „Wenn ich für Manchester spielen könnte, würde für mich ein Traum in Erfüllung gehen. Ja, das wäre episch“, sagte Bolt im „Guardian“.

Weil Manchester United aber nun mal von Adidas ausgerüstet wird und pro Jahr mindestens 95 Millionen Euro kassiert, passt das berühmteste Puma-Testimonial Bolt nicht so recht in die Klublandschaft des englischen Teams.

(mit dpa)

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erstellt am 16.Nov.2016 | 12:39 Uhr

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