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Sportticker

08. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

Deutschland-Achter : Schleswig-Holstein Netz Cup: „Hundert Prozent Rio in Rendsburg“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Beim 16. „Schleswig-Holstein Netz Cup“ gehen die Ruder-Achter aus Deutschland, USA, Niederlande und Polen an den Start.

Rendsburg | Dem Lockruf aus Rendsburg kann kaum einer widerstehen. Wer terminlich nicht gebunden ist und sich bester körperlicher Verfassung erfreut, der will dabei sein, wenn es um den prestigeträchtigen Sieg beim SH Netz Cup (ehemals E.ON Hanse Cup) geht. Das ist auch bei der 16. Auflage nicht anders.

Der Dauergast auf dem Kanal fehlt

Für das laut Veranstalter längste und härteste Ruderrennen der Welt über 12,7 Kilometer auf dem Nord-Ostsee-Kanal am Sonntag, 25. September, kommen wieder die weltbesten Athleten mit dem Riemen in die Kreisstadt. Der Deutschland-Achter, Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, ist ebenso am Start wie der Olympia-Dritte Niederlande, der Vierte USA und der Fünfte Polen.

„Und das Beste ist, dass alle Teams in der Originalbesetzung antreten. Wir haben also hundert Prozent Rio in Rendsburg“, sagt Wolfgang Berndt mit einem Glänzen in den Augen. Sein Sohn Florian ergänzt: „So eine Dichte an Top-Sportlern ist der Wahnsinn und einzigartig in den vergangenen 16 Jahren.“ Da kann es der sportliche Leiter des SH Netz Cups verschmerzen, dass in diesem Jahr Olympiasieger Großbritannien fehlt.

Die Briten, eigentlich Dauergast auf dem Kanal, können keine konkurrenzfähige Crew nach Rendsburg schicken. Viele Ruderer aus dem Goldboot von Rio haben nach Ende der Olympischen Spiele ihren Rücktritt erklärt. Chefcoach Jürgen Grobler hatte angeboten, mit einem Perspektiv-Achter anzutreten, doch das hatte Wolfgang Berndt dankend abgelehnt. „Das wäre gegenüber den Zuschauern nicht fair gewesen. Die wollen hier die Besten sehen, und die sollen sie bekommen. Wir brauchen niemanden, der hinterher fährt.“

Viel technischer Aufwand für die Prime-Time

Das ist sicherlich auch im Sinne der ARD, die das Rennen live ab 14 Uhr überträgt. Berndt: „Wir sind zur Prime-Time zu sehen – und dementsprechend wollen wir uns auch präsentieren.“ Rund eine Stunde lang steht das Rudern wieder im bundesweiten Fokus. Mit großem technischen Aufwand wird die Faszination dieser Sportart den Zuschauern vor den TV-Geräten näher gebracht. „Das zeigt den Stellenwert der Veranstaltung“, sagt der sportliche Leiter, der „ein spannendes Rennen“ erwartet. „Nach Olympia sind alle im Training geblieben und gehen topfit in Rendsburg an den Start.“

Und wer ist Favorit? „Der Deutschland-Achter ist traditionell immer gut in Rendsburg und er hat in Rio nur knapp Gold verpasst. Doch der SH Netz Cup ist eine ganz andere Disziplin als so ein Rennen bei Olympia“, weiß Berndt, in früheren Jahren selbst aktiver Ruderer. „Hier geht es über die mehr als sechsfache Distanz. Da zählt neben einer guten Physis vor allem eine gute Psyche, um das durchzustehen.“

Die vier Achter-Teams messen sich aber nicht nur auf der Langstrecke. Am Sonnabend geht es beim Sprint-Cup im Rendsburger Kreishafen über die Kurzdistanz von 400 Metern. Auch von diesem Rennen gibt es Live-Bilder im Fernsehen. „Der NDR ist mit der Sendung DAS vor Ort“, berichtet Berndt. Bettina Tietjen begrüßt auf dem Roten Sofa vor Ort dann unter anderem Lauritz Schoof.

Der Doppel-Olympiasieger im Doppelvierer lässt seinen Kollegen gerne den Vortritt: „Das Rennen auf dem Kanal ist den Ruderern aus dem Achter vorbehalten. Es wird ein hartes Rennen für die Sportler und ein tolles Event für die Zuschauer.“ Schoof, der selbst im VIP-Achter ins Geschehen eingreift, muss es wissen. Der Westerrönfelder ging sowohl 2013 als auch 2014 an den Start – beide Male siegte das deutsche Boot.

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erstellt am 13.Sep.2016 | 07:23 Uhr

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