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Sportticker

10. Dezember 2016 | 19:42 Uhr

Lauf zwischen den Meeren 2016 : o.t.n.-Lauflabor setzt Siegesserie fort

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

745 Staffeln mit über 7000 Läufern gingen auf die Strecke von Husum nach Damp - darunter Topathleten aus ganz Deutschland.

Damp | Lauffieber und Partystimmung in einem ganzen Landstrich zwischen Nord- und Ostsee: Der 11. Lauf zwischen den Meeren untermauerte den ganz besonderen Kultstatus, den Schleswig-Holsteins größter Mannschaftssportwettbewerb genießt. Insgesamt 745 Staffeln bewältigen in zehn Etappen die 95,5 km lange Strecke vom Husumer Hafen bis an den Ostseestrand von Damp. Über 7000 Aktive trugen die Staffelstäbe bei sommerlichen Bedingungen von der Westküste durch Nordfriesland, die Geest und Schwansen und sorgten in allen Wechselorten für Festtagsstimmung.

Topathleten aus ganz Deutschland in den Staffeln an der Spitze und Tausende von Breitensportlern, die durch das besondere Teamerlebnis Jahr für Jahr animiert werden, ließen auf dem langen Weg den Schweiß fließen. Während vielen die warmen Temperaturen zu schaffen machten, stöhnten andere über die Erschwernis durch den dauerhaften Gegenwind, für die der stramme Ostwind sorgte.

Prächtige Stimmung: die sh:z-Staffel (8:42:56 Std.) mit Christoph Käfer (o. v. l.), Julia Voigt, Dieter Schulz, Olaf Weiß, Joachim Dreykluft und Nicole Andorf landete auf Rang 396.
Auch für den sh:z war eine Staffel am Start. Nach 8:42:56 Stunden kamen Christoph Käfer (o. v. l.), Julia Voigt, Dieter Schulz, Olaf Weiß, Joachim Dreykluft und Nicole Andorf ins Ziel. Foto: Binder
 

Obwohl Streckenrekorde ausblieben, wurde an der Spitze ein konstant hohes Tempo angeschlagen. Nach einem lange umkämpften Rennen setzte sich in der Männerkonkurrenz am Ende die Vorjahressieger vom o.t.n.-Lauflabor durch. Die von einem Neumünsteraner Orthopädie-Unternehmen zusammengestellte Auswahl von Lauf-Assen aus dem nördlichen Schleswig-Holstein gewann in 5:26:11 Stunden vor dem Intersport-Mauritz-Race-Team aus Lübeck (5:29:12 Std.).

Während des Rennens sah es mehrere Etappen lang so aus, als könnten die Zweitplatzierten der vergangenen beiden Jahre die Rangfolge drehen. Mit einem ungewollten Umweg auf der achten Etappe gab die ab der fünften Etappe führende Läuferauswahl aus Lübeck jedoch ihren Spitzenplatz wieder aus der Hand und machte so den Weg frei für den dritten o.t.n.-Sieg in Folge. „Wenn sich unser Läufer nicht verlaufen hätte, wäre es sicher enger geworden. Aber ob es für uns gereicht hätte, kann man nicht sagen“, erklärten die Mauritz-Läufer um Claudius Michalak und zeigten sich als faire Verlierer. Die sechsfachen Sieger vom SC Ostheim/Rhön konnten diesmal nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen und wurden nach 5:32:27 Stunden erneut Dritte. Als schnellste Vereinsstaffel aus dem Norden rannten die Männer des SC Itzehoe nach 5:41:28 Stunden auf dem fünften Platz ins Ziel.

Während sich bei den Männern damit erneut die Rangfolge der beiden Vorjahre exakt wiederholte, gab es im Rennen der Frauen neue Siegerinnen. Für die Mitfavoritinnen der im Vorjahr zweitplatzierten Staffel des Kieler Lubinus-Clinicums war das Rennen bereits nach zwei Etappen beendet, nachdem deren zweite Läuferin auf der Strecke kollabierte. Dass die Siegesserie des SC Ostheim aber auch von einer Vereinsstaffel aus Schleswig-Holstein gebrochen werden kann, bewiesen die Damen des SC Itzehoe mit einem beherzten Auftritt. Die junge Crew aus Steinburg, die mit Läuferin Anna Gehring und Triathletin Nina Eim zwei der aktuell stärksten Talente des Landes in ihren Reihen hatte, übernahm auf der ersten Etappe die Führung und gab sie nicht mehr ab.

In 6:24:00 Stunden blieben den neuen Siegerinnen trotz des Gegenwindes noch unter der Siegeszeit von 2015. „Wir haben mit der Schule schon mehrfach mitgemacht, aber nun zum ersten Mal als Damenteam des Vereins. Dass es gleich so gut klappt, ist schön“, freute sich Anna Gehring, die mit ihren 21 Jahren die Teamälteste war. Die Staffel des SC Ostheim (6:34:19 Std.) und die Damen der LG Zippel’s-Runaways (7:03:49 Std.) folgten auf den weiteren Medaillenrängen. Die schnellste Schulstaffel stellte das Alte Gymnasium aus Flensburg (7:06:43 Std.).

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erstellt am 30.Mai.2016 | 13:35 Uhr

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