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Sport

03. Dezember 2016 | 18:51 Uhr

Aus dem Qualm zur Bestzeit : Rosberg wieder schneller als Hamilton

vom

Nico Rosberg lässt im Formel-1-Titelrennen kein Zeichen der Schwäche erkennen. In Japan ist der WM-Führende im Training schneller als Champion Lewis Hamilton. Der Vater des Briten würde Rosberg den WM-Triumph gönnen.

Im verdächtig qualmenden Silberpfeil blieb Nico Rosberg ganz cool. Auch der kurze Schreckmoment in der Boxen-Ausfahrt von Suzuka hielt den WM-Spitzenreiter auf dem Weg zur Tagesbestzeit im Freitagstraining der Formel 1 nicht auf.

Um den Wimpernschlag von 0,07 Sekunden war Rosberg schneller als sein Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton, der beim Großen Preis von Japan für die Wende im Titelrennen dringend einen Sieg braucht. «Es hat richtig Spaß gemacht, auf der Strecke zu fahren», sagte Rosberg tiefenentspannt.

Einmal mehr lieferte der 31-Jährige seinem Verfolger Hamilton einen Beweis seiner Nervenstärke. In beiden Übungseinheiten auf der legendären Hochgeschwindigkeitspiste verwies Rosberg den britischen Weltmeister auf Rang zwei. «Wir haben noch etwas Arbeit vor uns», befand Hamilton, der zuletzt zweimal in Japan gewonnen hatte.

Der Titelverteidiger startet mit 23 Punkten Rückstand in das 17. der 21 Grand-Prix-Wochenenden. Zuletzt in Malaysia hatte Rosberg vom Pannen-Drama seines Dauerrivalen profitiert. So schien kurz Anlass zur Sorge, als am Dienstwagen des WM-Führenden plötzlich dicker Rauch aufstieg. Doch diesmal hielt der Mercedes-Motor und Rosberg stürmte zur besten Runde.

Hamiltons Vater hatte dem Deutschen schon vorher seinen Respekt für seine nahezu fehlerfreie Saisonleistung bezeugt. «Wenn jemand eine Weltmeisterschaft verdient, dann ist es Nico», sagte Anthony Hamilton dem britischen TV-Sender Sky Sports News. Gelaufen aber sei die WM noch nicht, betonte Hamilton senior. «Lewis wird es nicht verschenken wollen, er wird hart bis zum Ende arbeiten. Er glaubt immer daran, dass er das Unmögliche erreichen kann», sagte Anthony Hamilton.

Trainingsdritter wurde der Finne Kimi Räikkönen im Ferrari vor dem Niederländer Max Verstappen im Red Bull. Sebastian Vettel musste sich in seinem Ferrari mit dem fünften Platz begnügen. «Wir haben versucht, unsere Hausaufgaben zu machen. Mit der Balance des Autos bin ich noch nicht zufrieden», sagte der Hesse, der in Japan schon viermal gewonnen hat.

Wegen seines Unfalls mit Rosberg in Malaysia wird Vettel beim Rennen am Sonntag (7.00 Uhr MESZ) um drei Startplätze nach hinten strafversetzt und hofft daher auf Regen. «Wir müssen bereit sein», sagte Vettel. Nico Hülkenberg kehrte nach dem Training als Siebter zurück in die Force-India-Garage. Manor-Pilot Pascal Wehrlein belegte den 20. Platz.

Den Ton gaben aber wie so oft die Silberpfeile an. Trotz des angeordneten Schon-Programms für die Motoren wegen des noch nicht vollständig analysierten Hamilton-Defekts in Malaysia lagen die beiden Mercedes-Piloten klar vor der Konkurrenz. «Ich bin hier, um dieses Rennen zu gewinnen, nicht mehr und nicht weniger», sagte Rosberg, der auch nach acht Saisonsiegen weiter nicht über die große Chance auf seinen ersten Formel-1-Titel sprechen will. Schritt für Schritt, Rennen für Rennen - Rosbergs Eichhörnchen-Taktik könnte diesmal wirklich aufgehen.

Trainingsbericht des Weltverbands

Infos zur Strecke

Rennvorschau des Weltverbands

Aussagen der Teams zum Rennen in Japan

Aussagen von Anthony Hamilton

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erstellt am 07.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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