zur Navigation springen

Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

11. Dezember 2016 | 03:25 Uhr

Olympische Spiele in Rio : Kerber und Co.: Diese Olympia-Entscheidungen werden heute wichtig

vom

Angelique Kerber spielt ab 20 Uhr im Finale, Kristina Vogel will beim Bahnrad nach ganz vorn. Eine Übersicht.

Alle Informationen zu den Olympischen Spielen finden Sie auf shz.de/olympia.

Allmählich pirscht sich Deutschland im Medaillenspiegel nach vorn. Und am Samstag dürfte es weitere Plaketten für das DOSB-Aufgebot geben. Eine Medaille ist bereits sicher: die der Kielerin Angelique Kerber, die im Tennis-Einzel um Gold spielt. Bahnrad-Ass Kristina Vogel will nach Bronze im Teamsprint im Keirin wieder aufs Podest, Medaillenchancen rechnen sich auch Diskuswerfer Christoph Harting, der Deutschland-Achter und Christian Reitz mit der Schnellfeuerpistole aus. Eine Übersicht.

Tennis

Angelique Kerber will den Olympiasieg im Tennis.
Angelique Kerber will den Olympiasieg im Tennis. Foto: Michael Reynolds

Noch ein Sieg, dann steht Angelique Kerber in einer Reihe mit ihrem Vorbild Steffi Graf. Gegen Monica Puig aus Puerto Rico kann die Kielerin am Samstag (20 Uhr/MESZ) ihre beeindruckende Woche krönen. Und könnte 28 Jahre nach Grafs Gold-Coup als erste deutsche Tennisspielerin bei Olympia ganz oben auf dem Podest stehen. „Ich kämpfe um Gold. Das ist das, was ich mir vor einer Woche erträumt habe“, sagte die Australien-Open-Siegerin.

Rudern

Go for Gold! Getreu dem Motto des Bundestrainers wird der Achter um Hannes Ocik (2.v.l.) heute alles in die Waagschale werfen.
Go for Gold! Getreu dem Motto des Bundestrainers wird der Achter um Hannes Ocik (2.v.l.) heute alles in die Waagschale werfen. Foto: Ralf Hirschberger
 

Im letzten Rennen der olympischen Regatta wollen die deutschen Ruderer nochmals auftrumpfen - mit ihrem Aushängeschild. Nach dem goldenen Doppelschlag durch die beiden Vierer ist am Samstag (16.27 Uhr/MESZ) der Achter dran. In dem Rennen mit sechs Booten werden nur zwei Teams Siegchancen eingeräumt. „Ich erwarte ein Duell um Gold zwischen Deutschland und Großbritannien“, sagte der deutsche Schlagmann Hannes Ocik. Deutschland war 2012 Olympiasieger, der ewige Rivale von der Insel ist Weltmeister. Mal sehen, wer am Ende auf der Lagoa Rodrigo de Freitas die Bootspitze vorn hat.

Diskus-Werfen

Christoph Harting ist für das Finale qualifiziert.
Christoph Harting ist für das Finale qualifiziert. Foto: Michael Kappeler
 

Bleibt das Diskus-Gold in der Familie? Nach dem bitteren Olympia-Aus von Titelverteidiger Robert Harting will am Samstag (15.50 Uhr/MESZ) sein Bruder Christoph in die Rolle des Medaillensammlers schlüpfen. „Wir haben noch einen Harting im Finale, und der kann eine Medaille holen“, sagte der 26-Jährige selbstbewusst. In den Wettstreit der besten Zwölf geht der Pole Piotr Malachowski, der in der Qualifikation mit 65,89 Metern die beste Weite erreichte, als Topfavorit.

Bahnrad

Kristina Vogel und Miriam Welte (r) genossen den obligatorischen Biss in die Medaille. Felix Kaestle
Kristina Vogel und Miriam Welte (r) genossen den obligatorischen Biss in die Medaille. Felix Kaestle Foto: Felix Kästle
 

Bronze hat sie in der Tasche, jetzt will Kristina Vogel Gold. Einen Tag nach ihrem dritten Platz mit Miriam Welte im Teamsprint steht für Vogel am Samstag (22.27 Uhr/MESZ) der nächste Höhepunkt an: die Entscheidung im Keirin-Wettbewerb. Von Teamsprint-Bronze erhofft sich die Weltmeisterin kräftigen Rückenwind. „Das ist eine riesige Erleichterung“, sagte Vogel.

Handball

Mit einem Sieg gegen Slowenien ist das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson sicher im Viertelfinale.
Mit einem Sieg gegen Slowenien ist das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson sicher im Viertelfinale. Foto: Lukas Schulze
 

Bloß nicht wieder rechnen: Gegen Slowenien wollen die deutschen Handballer am Samstag (14.30 Uhr/MESZ) in Rio de Janeiro ihren gegen Brasilien verpassten dritten Sieg feiern und vorzeitig ins ersehnte olympische Viertelfinale einziehen. "Wir rechnen nicht. Wir brauchen einen Sieg, um sicher weiterzukommen", sagte Delegationsleiter Bob Hanning am Freitag nach dem Training im Athleten-Park.

Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat keine Zweifel daran, dass seine Mannschaft gestärkt aus der 30:33-Niederlage gegen den Olympia-Gastgeber hervorgeht. "Das ist keine neue Situation für uns. Wir haben Spiele verloren und sind immer positiv damit umgegangen", erklärte der Isländer. Zuletzt hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) auf dem zum EM-Titel Polen mit 25:21 gegen Slowenien gewonnen. Der WM-Achte ist als einziges Team in der deutschen Gruppe nach drei Spielen noch ohne Punktverlust und bereits fürs Viertelfinale qualifiziert.

Siebenkampf

Siebenkämpferin Carolin Schäfer beim Speerwerfer. Peter Rinderer
Siebenkämpferin Carolin Schäfer beim Speerwerfer. Peter Rinderer Foto: Expa / Peter Rinderer
 

Siebenkämpferin Carolin Schäfer kann sich Hoffnungen auf eine Olympia-Medaille in Rio de Janeiro machen. Die 24-jährige Friedrichsteinerin liegt nach dem ersten Tag auf Platz fünf. Schäfer hat mit 3936 Punkten nur 28 Punkte Rückstand auf Akela Jones aus Barbados, die nach dem 200-Meter-Lauf den dritten Rang belegt. Die Leverkusenerin Jennifer Oeser (3778) rangiert auf Position zehn, Claudia Rath aus Frankfurt ist 26. (3585).

"Das war ein großartiger Tag, er war super erfolgreich", sagte die zufriedene, aber sichtlich erschöpfte Schäfer. Die britische London-Olympiasiegerin Jessica Ennis-Hill (4057) geht als Führende in die letzten Disziplinen. Der abschließende 800-Meter-Lauf findet am Samstag (3.50 Uhr/MESZ) statt.

Schießen

 

Sollten die Deutschen am Ende auf enttäuschende Sommerspiele zurückblicken, so ist eines klar: An den Schützen hat es nicht gelegen. Schon viermal Edelmetall gab es in Rio für den Deutschen Schützenverband. Eine prächtige Bilanz, die die Schnellfeuerspezialisten Christian Reitz und Oliver Geis am Samstag (17.30 Uhr/MESZ) ausbauen wollen. Und der Auftakt glückte schon mal: Beide starteten am Freitag aussichtsreich in ihren Wettkampf.

Fußball

Horst Hrubesch kann erst nach dem Viertelfinale Spieler nachnominieren.
Horst Hrubesch kann erst nach dem Viertelfinale Spieler nachnominieren. Foto: Boris Roessler
 

Mit Portugal hat Deutschlands junge Fußball-Generation noch eine Rechnung offen. Gab es gegen die Südeuropäer bei der U21-EM 2015 in Tschechien doch ein 0:5-Debakel im Halbfinale. Diese Schmach wollen die Jungs von DFB-Trainer Horst Hrubesch am Samstag (18 Uhr/MESZ) im olympischen Viertelfinale in Brasília tilgen. Fehlen wird dann Kapitän Leon Goretzka, der wegen einer Schulterverletzung die Heimreise antreten musste.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Aug.2016 | 10:42 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen