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Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

07. Dezember 2016 | 21:13 Uhr

Olympia : Härle gute Sechste im Freiwasser - Gold an van Rouwendahl

vom

Am bekanntesten Strand der Welt durfte Freiwasserschwimmerin Isabelle Härle ihre Olympia-Premiere mit einem tollen sechsten Platz über die 10 Kilometer feiern.

Die Essenerin konnte an der Copacabana von Rio am Ende dem immer höheren Tempo der Favoritinnen nicht mehr folgen, erreichte aber ihr Ziel einer Top-8-Platzierung. Sie hatte als Siebte das Ziel erreicht. Doch nach der Disqualifikation der zweitplatzierten Weltmeisterin Aurelie Muller aus Frankreich rückte sie noch einen Rang vor.

Vor den Augen von Freund und Familie schwamm sie ihr schönstes Rennen. «Ich finde, mit dem sechsten Platz kann ich vollkommen zufrieden sein. Gibt's was Geileres, als hier zu schwimmen? Also eigentlich nicht», sagte Härle und kommentierte den Wettkampf im ruhigen Atlantik vor der Urlaubs-Kulisse wie gewohnt lachend: «Es gefällt mir besser hier als im Schwimmbad.»

Die 28-Jährige verlor bei ihrem Olympia-Debüt nach einer eher langsamen ersten Rennhälfte an einer Boje Zeit und hatte am Ende knapp 31 Sekunden Rückstand auf Bronze. «Dann ging auf einmal die Post ab, ich weiß auch nicht, was ich da gemacht habe», haderte sie ein bisschen. Über eine Verlängerung ihrer sportlichen Laufbahn im Freiwasser will sich die zweimalige Team-Weltmeisterin beim Genuss des brasilianischen Kultgetränks sinnieren. «Ich denke da mal bei einem Caipi drüber nach.»

Olympiasiegerin Sharon van Rouwendahl setzte sich früh ab, die WM-Zweite brachte ihren Vorsprung nach knapp zwei Stunden ins Ziel.

Während sich die Schwimmerinnen über zwei Stunden im Wasser schindeten, lieferte die imposante Kulisse vor dem Zuckerhut schöne Bilder mit Ferien-Atmo und Bikini-Schönheiten. Laut war es durch das Geknatter der Hubschrauber-Rotoren für die TV-Übertragung. Vom Strand aus beobachteten Beachvolleyballer, die ihre Wettkampfstätte ebenfalls an der Copacabana haben, ebenso das Geschehen wie einige deutsche Beckenschwimmer. «Die Atmosphäre hier ist sehr schön», sagte Paul Biedermann.

Härle war 2011 vom Becken ins Freiwasser gewechselt, 2013 und 2015 war sie Team-Weltmeisterin geworden. Zum Freiwasser verbindet sie aber noch immer eine Hassliebe. «Ich mag es zwar immer noch nicht. Das Freiwasser ist mir immer noch suspekt, aber gut, ich bin damit irgendwie erfolgreich», sagte Härle, die sich im Gegensatz zu 2012 ihren olympischen Traum erfüllte. Vor vier Jahren war ihr Lebensgefährte, der Essener Brustschwimmer Hendrik Feldwehr, in London dabei. Nun feuerte er seine Freundin vom Strand aus an.

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erstellt am 15.Aug.2016 | 17:31 Uhr

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