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Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

11. Dezember 2016 | 08:58 Uhr

Schlussspurt der Olympischen Spiele : Gold für Röhler, Stolz für Hrubesch: Was letzte Nacht in Rio geschah

vom

Die deutschen Leichtathleten können doch noch Olympia-Medaillen gewinnen. Den Fußballern fehlte nur eine Spurbreit.

Die Olympischen Spiele von Rio gehen zu Ende. Nur zwölf der insgesamt 306 Goldmedaillen sind noch nicht vergeben. In der vergangenen Nacht holten die deutschen Athleten noch einmal zwei Edelmedaillen. Für die Fußballer von Horst Hrubesch wurde es schließlich Silber, Thomas Röhler holte Gold.

Historisches Gold für Röhler

44 Jahre nach dem Triumph von Klaus Wolfermann in München hat Deutschland wieder einen Olympiasieger im Speerwerfen. Thomas Röhler ist im fünften Durchgang mit 90,30 Meter von niemandem zu schlagen. „Ich hatte schon beim Aufstehen ein super Gefühl. Es war ein super Jahr, das ist die Krönung“, sagte der 24-Jährige aus Jena. Für die deutschen Leichtathleten ist es die zweite Goldmedaille in Rio.

Farah auch auf 5000 Metern nicht zu schlagen

Der Brite Mo Farah machte binnen vier Jahren das zweite Goldmedaillen-Double perfekt, gewann das 5000-Meter-Rennen. Zuvor hatte der Brite schon über 10.000 Meter die Konkurrenz hinter sich gelassen.

Aluminium und Elferpech: Deutschland verliert das Finale

Weverton kann den Elfer von Nils Petersen parieren. Die große Bühne für Brasiliens letzten Schützen ist vorbereitet.
Weverton kann den Elfer von Nils Petersen parieren. Die große Bühne für Brasiliens letzten Schützen ist vorbereitet. Foto: Friso Gentsch

Am Ende fahren Deutschlands Olympia-Fußballer aber mit der Silbermedaille nach Hause, die ihnen bereits sicher war. Erst ein vergebener Versuch von Nils Petersen verhinderte beim 4:5 im Elfmeterschießen gegen Brasilien im Fußball-Tempel Maracanã den ersten Olympiasieg der DFB-Auswahl - und sorgte zugleich für den Premieren-Erfolg der Gastgeber. Für Deutschlands Fußball ist die Silbermedaille der größte Erfolg bei Olympia aller Zeiten. Auch der gebürtige Flensburger Max Christiansen darf sich über das Edelmetall freuen. Seine Einwechslung in der 120. Minute verhinderte allerdings der jähe Schlusspfiff des Schiedsrichters.

Nach Verlängerung hatte es vor 75.000 Zuschauern durch Tore von Superstar Neymar (27.), der auch den letzten Elfmeter versenkte, und Maximilian Meyer (59.) 1:1 gestanden. Der scheidende DFB-Trainer Horst Hrubesch war trotz der Niederlage zufrieden: „Wir gehen aus dem Olympia-Turnier als Gewinner, nicht als Verlierer. Ich bin rundum glücklich, auch wenn ich natürlich gerne Gold gehabt hätte.“ Seinem Team, das beinahe ohne Vorbereitung ins Turnier gestartet war, war bereits nach 70 Minuten anzusehen, dass die Kräfte zu Ende gingen. Doch die Spieler kämpfen bis zum Umfallen. Im fünften Versuch scheiterte Petersen an Keeper Weverton und der Traum vom Gold war geplatzt.


Wasserspringer gehen leer aus

Zur Halbzeit standen die beiden Dresdner Martin Wolfram und Sascha Klein als Vierte und Dritte vom Turm glänzend da, dann aber misslang beiden der dreieinhalbfache Rückwärtssalto. Wolfram, der mit getapter rechter Schulter und Schmerzen weitermachte, wurde Fünfter. Der Erfolg über den eigenen Körper fühlte sich am Ende an wie eine Medaille. Klein belegte Platz neun. Die Medaillenbilanz der deutschen Wassersportler blieb 2016 ernüchternd.


Fünfkämpfer Dogue verpasst Überraschung

Vor dem letzten Wettkampf hatte auch Patrick Dogue als Vierter noch Chancen. Nach der letzten Teildisziplin aus Laufen und Schießen vergab der Potsdamer die durchaus mögliche Medaille um 9,03 Sekunden, wurde Sechster. „Ich bin trotzdem voll zufrieden. Da kann man nicht meckern.“ - Die deutsche Ausbeute: Zum zweiten Mal bei diesen Spielen gab es drei Mal Gold, zwei Mal Silber und einmal Bronze.

Und noch ist das Olympische Feuer nicht aus, vielleicht wurde es in der Nacht erst so richtig entfacht. Neymar traf, dann weinte er und hörte gar nicht mehr auf. Dank des Superstars vom FC Barcelona war Brasilien nach dem Elfmeter-Krimi im Finale erstmals Olympiasieger. Und auch die Wunde nach dem 1:7 im WM-Halbfinale gegen Deutschland war nicht mehr ganz so schmerzhaft. Danach kündigte Neymar an, nicht mehr Spielführer der Seleção sein zu wollen. „Es war eine Ehre, Kapitän zu sein. Aber ab heute werde ich kein Kapitän mehr sein“, sagte der 24-Jährige.

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